Über den Hexentanzplatz zum Hollenstein

Maiwanderung des Heimatvereins mit großer Beteiligung

Die 19. traditionelle Familienwanderung des Heimatvereins Morsbach in Folge führte am 1. Mai zunächst über Lützelseifen zum Hexentanzplatz im Wald des Wildenburger Landes. Hier erläuterte der Lokalhistoriker und Wanderführer Christoph Buchen der 80köpfigen Gruppe, darunter 10 Flüchtlinge, was es mit dem Namen des Platzes auf sich hat.

Als in den 1650er Jahren der Hexenwahn im Wildenburgischen und Morsbacher Bergland sein Unwesen trieb, glaubten die armen Bauern, dass sich die Hexen auf dem Platz nahe des Hollensteins zum Tanz trafen. Tatsächlich wurde aber mancher brave Zeitgenosse damals als Hexer bezichtigt, wenn dem Nachbarn eine Kuh im Stall erkrankte. Der so denunzierte angebliche Hexer landete dann meist auf dem Scheiterhaufen oberhalb des Ortes Friesenhagen, zu nächtlichen Tänzen mitten im Wald war einst aber sicher keinem zumute.

Der Hollenstein, ein plötzlich auf einer Waldlichtung wie eine riesige Warze aus dem Erdreich herausragender Quarzbrocken, ist bereits in der Merkatorkarte von 1575 eingezeichnet. Christoph Buchen erzählte, dass der Hollenstein vor und nach dem Zweiten Weltkrieg das sonntägliche Ausflugsziel der Morsbacher war. Von den damals auf dem Gesteinsmassiv angebrachten Holzbänken hatten die Wanderer einen Fernblick bis zum Siebengebirge. 1978 diente der idyllisch gelegene Stein als Kulisse für eine Fernsehsendung über die Region.

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto am Hollenstein ging die Maiwanderung des Heimatvereins über Quasthöhe zum Bürgerhaus nach Steeg. Dort klang die Tour bei Grillwürstchen und erfrischenden Getränken aus.

Fotos von der Maiwanderung, aufgenommen von Christoph Buchen und Hermann-Josef Schuh finden Sie nachfolgend. (04.05.16)

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Heimatverein hat 2016 mehrere Veranstaltungen in Planung

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Morsbach e.V. wurde Vorsitzender Werner Schuh erneut in seinem Amt bestätigt. Ihm zur Seite stehen auch in den nächsten zwei Jahren sein Stellvertreter Ludger Rosenthal und elf weitere Vorstandsmitglieder.

Nach der Totenehrung, dem Rechenschafts- und Kassenbericht sowie der Entlastung des Vorstandes wurde das Jahresprogramm 2016 vorgestellt. Zunächst steht die traditionelle Familienwanderung am 1. Mai zum Hollenstein mit Abschluss in Steeg an. Ende Mai werden dann die Blumenkästen in der Ortsmitte vom Heimatverein bepflanzt. Für den Großen Müeschbejer Oowend am 8. Oktober wird zur Zeit das Programm zusammengestellt.

Im November präsentiert die Theatergruppe des Heimatvereins wieder an sechs Abenden ihr neustes Volksstück. Das traditionelle Schubkarrenrennen des Heimatvereins fällt in diesem Jahr aus, weil keine Kirmes stattfindet. Unter Federführung der Gemeinde Morsbach werden auch in diesem Jahr wieder die örtlichen Rundwanderwege nachmarkiert. Daran sind auch Mitglieder des Heimatvereins beteiligt.

Johannes Mauelshagen, Leiter des Gemeindebauamtes, stellte das geplante Integrierte Handlungskonzept (IHK) vor. Hierdurch erwartet die Gemeinde Zuschüsse, um in den nächsten Jahren bauliche Aufwertungen im Ort Morsbach vornehmen zu können. Betroffen hiervon sind drei engere Bereiche, die Ortsmitte, das Schulzentrum und das Bahnhofsgelände.

Im Rahmen des IHK wäre zum Beispiel vorstellbar, das Ufer des Morsbachs begehbar und erlebbar zu machen und den Rähn-Willem-Brunnen auf dem Rathausplatz wieder herzurichten. Im Schulzentrum könnten weitere energetische Sanierungen und Maßnahmen zur Barrierefreiheit vorgenommen werden. Die Gemeinde plant zudem, den denkmalgeschützten Bahnhof zu erwerben sowie Gebäude und Umfeld einer anderen Nutzung zuzuführen.

Zum Schluss stellte Bürgermeister Jörg Bukowski noch die Bemühungen zur schnelleren Internetanbindung im Gemeindegebiet vor und bat den Heimatverein um weitere Unterstützung für die Instandsetzung der Spielgeräte im Kurpark und sich beim IHK mit einzubringen. (CB-15.04.16)

Am 1. Mai geht`s zum Hollenstein

Familienwanderung 2016 mit dem Heimatverein

Seit 1998 führt der Heimatverein Morsbach jeweils am 1. Mai seine Familienwanderung mit stets großer Beteiligung durch. Am 1. Mai 2016 heißt es wieder: Wir wandern mit dem Heimatverein. Alle heimat- und naturkundlich interessierten Familien und Einzelwanderer sind hierzu herzlich eingeladen. Die diesjährige Wanderung steht unter dem Motto „Auf zum Hollenstein!“.

Treffpunkt ist wieder um 10.00 Uhr. Diesmal aber nicht am Kurpark, sondern in der Oberen Kirchstraße von Morsbach. Geparkt werden kann entlang der Straße unterhalb der Jugendherberge. Von dort aus geht es über Seifen und Lützelseifen zur Zwischenrast am Hollenstein. Nach einer 2 ½-stündigen Wanderung findet der Abschluss am Dorfgemeinschaftshaus in Steeg statt. Dort kann man gegen Mittag die Tour gemütlich bei Speis und Trank ausklingen lassen.

Ab Steeg muss jeder selbst den Heimweg/die Heimfahrt organisieren. Ggf. können Fahrgemeinschaften gebildet werden. Weitere Infos unter www.heimatverein-morsbach.de.

Archivfoto: C. Buchen

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Heimatverein Morsbach, Programm 2016

Jahreshauptversammlung
Mittwoch, 13.04.2016, 19.30 Uhr, Pizzeria Antonio in Morsbach

Familienwanderung
Sonntag, 01.05.2016, 10.00 Uhr, Start: Obere Kirchstrasse/Parkplatz Jugendherberge Morsbach

Blumenpflanzaktion
Mitte Mai 2016, genauer Termin wird noch kurzfristig bekannt gegeben (Ortsmitte Morsbach)

Schubkarrenrennen entfällt
Der im Veranstaltungskalender für Sonntag, 03.07.2016, 16.00 Uhr, angekündigte „Große Preis von Morsbach“ entfällt, da 2016 weder eine Kirmes noch ein entsprechendes Ersatzfest stattfindet.

Großer Müeschbejer Oowend
Samstag, 08.10.2016, 19.00 Uhr, Gertrudisheim, mit Verleihung des Müeschbejer Jongen oder des Müeschbejer Mädchens

Kartenvorverkauf
für die Theateraufführungen im November: voraussichtlich Samstag, 24.09.2016, 15.00 Uhr, Morsbach, Bistro „Alt Morsbach“, Zur Burg.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass auf Grund der hohen Nachfrage lediglich 8 Eintrittskarten pro Person abgegeben werden. Restkarten können ab 26.09.2016 ggf. noch im Buchladen „Lesebuch“, Bahnhofstr. 8, in Morsbach erworben werden. Der Eintritt kostet 10,00 Euro.

Theateraufführungen
Freitag 11.11.2016, 19.00 Uhr, Samstag 12.11.2016, 19.00 Uhr, Sonntag 13.11.2016, 16.00 Uhr, Donnerstag 17.11.2016, 19.00 Uhr, Freitag 18.11.2016, 19.00 Uhr, Samstag 19.11.2016, 17.00 Uhr (Einlass 1 Stunde vor der jeweiligen Aufführung), alle im Gertrudisheim Morsbach
(CB-06.02.16)

Dank für den Bücherverkauf

Der Heimatverein Morsbach e.V. hat im Dezember 2013 das Mundartwörterbuch mit CD „Müeschbejer Platt“ herausgegeben. Das Werk war innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Da die Nachfrage aber weiterhin sehr groß war, hat der Heimatverein Buch und CD 2015 in einer zweiten Auflage nachdrucken lassen. Beides ist jetzt wieder im örtlichen Buchhandel zum Preis von 17,50 Euro erhältlich.
Kurz vor Weihnachten 2015 statteten der Vorsitzende des Heimatvereins Morsbach, Werner Schuh, und sein Stellvertreter, Ludger Rosenthal, dem Buchladen „Lesebuch“ in Morsbach einen Besuch ab und dankten der Inhaberin Andrea Mauelshagen für den fleißigen Buchverkauf (siehe Foto). Die meisten Mundartwörterbücher sind im Buchladen „Lesebuch“ über die Ladentheke gegangen. Auf Wunsch hat Andrea Mauelshagen das Buch auch liebevoll und gratis mit Geschenkpapier eingepackt. Der Heimatverein Morsbach dankt aber auch den beiden anderen Verkaufsstellen Margret Hess und Winfried Nievel. Foto: C. Buchen
(CB-03.12.15)

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„Haariges“ Lustspiel – Theatergruppe glänzte mit „Hair und mehr“

Im November stand wieder an sechs Abenden die Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins Morsbach auf der Bühne des Gertrudisheims. Das Lustspiel, dessen Aufführungen alle ausverkauft waren, hieß dieses Mal „Hair und mehr“.
Bisher spielte die 1997 gegründete Theatergruppe Morsbach nur Komödien fremder Autoren. In diesem Jahr ist das Textbuch zum ersten Mal von einer Morsbacherin geschrieben worden. Die 35jährige Diana Weber arbeitet als Lehrerin, ist seit 2013 Mitglied des Ensembles und hatte die Idee zu einem Theaterstück, das sowohl den Schauspielern auf den Leib geschrieben war, als auch Morsbacher Charaktere widerspiegelte.
Wenn der Friseursalon zur Partnervermittlung wird, kann es zu so manchen verzwickten Situationen und turbulenten Szenen kommen. Die Handlung: Friseurmeisterin Doreen Prachtwickler, gekonnt gespielt von Ingrid Diederich, liegt die Zufriedenheit ihrer Kunden am Herzen. So fasst sie den Entschluss, mit Unterstützung ihres schwulen Gesellen Ingo Brause (Paraderolle für Dirk Kamieth) und der Auszubildenden Cindy (dargestellt von der Autorin Diana Weber) der einsamen Kundin Eva Herzeleid (Birgit Leidig) zu ihrem Liebesglück zu verhelfen und ihr unter den männlichen Kunden geeignete Kandidaten auszusuchen.
Auch eine Art Speeddating mit echten „Müeschbejer Jongen“ soll initiiert werden, misstrauisch beobachtet von Hausbesitzer Ulrich Schlammke (Horst-Jürgen Kaufmann), der nur auf eine Gelegenheit wartet, den Pachtvertrag für den Friseursalon zu kündigen.
Eva Herzeleid ist von der Idee begeistert, benötigt jedoch mentale Unterstützung von ihrer Freundin Angela Manze-Frackig (Anna Becher). Ohne zu zögern stimmen vier potentielle, gut aussehende Kandidaten aus Morsbach (gespielt von Norbert Kötting, Manuel Hoberg, Uwe Mauelshagen und Carsten Stockburger), darunter ein gewisser Vinzent Vuhl, einem Spontan-Rendezvous im Friseursalon zu.
Überdies tauchen auf der Bildfläche noch der Dorfpolizist Burkhard Bohne (Karl-Josef „Kauert“ Reifenrath) und die Stammkundin Theresia von Reinlich-Fimmel auf, deren Rolle sich Heike Mauelshagen und Brigitte Kötting teilten. Sie und die alte Dame Waltraud Willmann, gespielt von der 89jährigen Franziska Vierbücher, sorgen im Salon für amüsante Auftritte. Doch alles nimmt schließlich ein gutes Ende.
Marlies Roth, die Leiterin der Theatergruppe, führte wieder Regie. Sie freute sich, dass alle Aufführungen problemlos über die Bühne gegangen sind. Bei der Generalprobe waren im Übrigen voller Begeisterung auch Bewohner des Behindertenzentrums St. Gertrud Morsbach und verschiedener Seniorenheime der Region dabei.
Für die aufwändige Bühne und Technik zeichneten erneut Norbert Kötting, Uwe Mauelshagen und Karl-Josef Reifenrath verantwortlich, für Maske und Frisuren Marion Klein und Gerda Kleusberg und für die Organisation Jens Mauelshagen und Anita Seifer.
Auch dieses Jahr waren, so Marlies Roth, wieder viele Helfer zur Stelle, als es galt, die Kulissen und Kostüme anzufertigen und das gelungene Bühnenbild herzurichten. Sie dankte insbesondere der Bäckerei Rosenbaum, Metzgerei Gregor Rosenbaum, der Gärtnerei Koch, Party-Service Wilhelm Stausberg, Bistro Alt Morsbach, Schlosserei u. Metallbetrieb Stefan Leidig, Küchenstudio Schneider, Salon Schmidt, Frisörsalon Gereon Reuber (Wildbergerhütte/Freudenberg), Christof Euteneuer und der Presse sowie der Kartenverkaufsstelle Buchladen „Lesebuch“.
Weitere Fotos von den Theateraufführungen, aufgenommen von Christoph Buchen, finden Sie nachfolgend.

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Neuer Pavillon bereichert den Morsbacher Kurpark

Seit dem 21. Juni 2015 ist der ehemalige Morsbacher Kurpark um eine Einrichtung reicher. Bei einer kleinen Feier wurde ein neuer Pavillon seiner Bestimmung übergeben. Nachdem die Minigolfanlage wieder hergerichtet worden ist, ein Bolzplatz, Beachvolleyball-Feld und eine Boulebahn angelegt wurden, fehlten nur noch ein Kiosk sowie eine Unterstellmöglichkeit, die auch als Anlaufstelle für die zahlreichen Parkbesucher dienen sollten. In enger Absprache mit Bürgermeister Jörg Bukowski ergriff daher der Heimatverein Morsbach die Initiative und ließ über einen Sponsor einen Pavillon in Raumzellenbauweise anfertigen. Mit einem Kran wurde dann das Bauwerk neben die Minigolfanlage platziert. Teilweise mit Holz verkleidet, teilweise verputzt soll der schicke Pavillon jetzt zur Ausgabe von allerlei Erfrischungen, kleinen Imbissen, dem Zubehör von Minigolfanlage sowie anderer Freizeitanlagen und somit zur weiteren Belebung des Kurparks dienen.

Das kleine Multifunktionsgebäude besitzt neben dem Kiosk auch eine barrierefrei zugängliche öffentliche Toilettenanlage. Klaus Jung vom Heimatverein zeichnete für die Architekturarbeiten und Bauleitung verantwortlich. Die Fundamente und die Außenanlagen wurden vom Bauhof der Gemeinde erstellt. Ein kleiner überdachter Terrassenbereich lädt zum Verweilen ein.

Bürgermeister Jörg Bukowski zeigte sich bei der Einweihungsfeier erfreut über die Anreicherung des „Generationenparks“ und dankte allen, die den neuen Pavillon ermöglicht haben. Der Vorsitzende des Heimatvereins Morsbach Werner Schuh bekräftigte nochmal, dass der Verein gerne die Patenschaft über den ehemaligen Kurpark übernommen habe und auch weiterhin zur Unterhaltung des Parks beitragen werde. Mit kräftigen Weihwasserspritzern segnete Pfarrer Tobias Zöller den Pavillon ein, bevor zwei afrikanische Flüchtlinge mit Trommeln und Gesang einige ihrer Heimatweisen anstimmten. Fotos: C. Buchen (CB-21.06.15)

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Bei der Einweihung des neuen Pavillons im Morsbacher Kurpark v.l.n.r.: Pfarrer Tobias Zöller, Bürgermeister Jörg Bukowski, Werner Schuh (Vorsitzender des Heimatvereins) und Klaus Jung (Vorstandsmitglied des Heimatvereins).

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Die „Himmelsleiter“ rauf, den „Höllensteig“ runter

Seit dem 20. Juni 2015 können die Wanderer, die von Morsbach aus die Jähhardt, den 339 Meter hohen Hausberg der Morsbacher, erklimmen möchten, wieder die „Himmelsleiter“ benutzen. Eine Basaltstele mit dem eingravierten Namen des Pfades und den Jahreszahlen 1935-2015 steht in der Nähe des Denkmals und markiert den Beginn des Aufstiegs.

Über 75 in den Berg eingebaute Stufen, den Blick stets nach oben, sprich himmelwärts gerichtet, kommt der Wanderer dem Plateau am Fuße des Aussichtsturms immer näher. Auf drei Ruhebänken kann zwischendurch eine kurze Rast eingelegt werden.

Oben angekommen, grüßt eine weitere Basaltstele, diesmal mit dem Schriftzug „Höllensteig 2015“. Ob die „Himmelsleiter“ rauf oder den „Höllensteig“ runter: Von der Jähhardt entlohnt jedenfalls ein prächtiger Panoramablick über das Morsbacher Bergland den Wanderer für den mühevollen Auf- und Abstieg.

Mit dem Bau des alten Holzaussichtsturmes in den Jahren 1935/36 legten die Morsbacher unter der Federführung des Heimatvereins damals die sogenannte „Himmelsleiter“, einen Pfad vom Ort Morsbach hinauf auf die Jähhardt, an. Die Natur holte sich den Steig nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch wieder zurück. Er wuchs zu und geriet in Vergessenheit.

2014 kam der umtriebige Metzgermeister und Gastwirt a.D. Herbert Stausberg, genannt „Knoorz“, auf die Idee, die Himmelsleiter freizulegen und wiederherzustellen. Bei der Kolpingjugend, dem Bauhof der Gemeinde und bei Steinmetz Michael Kötting fand er rasch Helfer, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Beim Jungfernaufstieg am 20. Juni 2015 wusste Herbert Stausberg, der für sein ehrenamtliches Engagement auch schon mit dem Titel „Müeschbejer Jong“ ausgezeichnet worden ist, den ihn begleitenden Wanderern einige Anekdoten aus der guten alten Zeit zu erzählen. Schließlich konnte sich die Wandergruppe am Fuße des Aussichtsturms mit kühlen Getränken und Grillwürstchen stärken. Fotos: C. Buchen (CB-21.06.15)

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Nach den letzten Metern der „Himmelsleiter“ wird der Wanderer mit einem prächtigen Panoramablick auf das Morsbacher Bergland entlohnt.

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Initiator Herbert Stausberg „segnete“ den Schlussstein der „Himmelsleiter“, der die Inschrift „Höllensteig 2015“ trägt, nach dem Jungfernaufstieg symbolisch mit Mineralwasser.

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Die Wandergruppe nach dem Jungfernaufstieg über die neue „Himmelsleiter“ auf der Jähhardt, dem Hausberg der Morsbacher. Ganz rechts sind die letzten Meter der „Himmelsleiter“ zu sehen.

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Herbert Stausberg am Schlussstein der „Himmelsleiter“ auf der Jähhardt, der die Inschrift „Höllensteig 2015“ trägt. Rechts sind die letzten Meter der „Himmelsleiter“ zu erkennen.