Monatsarchive: Mai 2026
Banküberfall mit Hindernissen
Theatergruppe glänzte mit tollen Aufführungen
„Es gibt momentan so viel Driss auf der Welt – da möchten wir Ihnen heute Abend ein Lachen ins Gesicht zaubern!“ Mit diesen Worten begrüßte kürzlich der Spielleiter und Regisseur der Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins Morsbach die Zuschauer. Insgesamt sechs Mal stand das 15-köpfige Ensemble Anfang Mai auf der Bühne der Kulturstätte, um den Dreiakter „Hände hoch, wie sch(l)ießen!“ von Regina Harlander aufzuführen. Der kräftige Beifall des Publikums bestätigte den Laiendarstellern, dass sich die achtmonatigen Proben gelohnt haben. Und es wurde in der Tat viel Gelacht.
Der Inhalt der Komödie ist schnell erzählt. Der Sparbank in Morsbach droht nach einer desaströsen Kundenumfrage die Schließung. Die beiden Bankangestellten Betty Klein (gespielt von Dagmar Hombach) und Melanie Geschwind (Nicole Selhorst) sowie der Filialleiter Gustav Eisenreich (Jens Mauelshagen) bangen daher um ihren Job.
Sie sagen sich: Wenn wir schon Pleite gehen, dann bitte öffentlich. Mit Raumpflegerin Reinhilde Reinlich (Ingrid Diederich) und dem ständig klammen Pechvogel Fritz (Uwe Mauelshagen) planen sie einen fingierten Banküberfall als PR-Gag, der allerdings in die Hose geht, weil die Technik versagt.
Der neugierige Hausvermieter Anton Hurtig (Carsten Stockburger), die gut betuchte Frau von Reichenstein (Birgit Leidig), der Konkurrenzbanker von der Reifenbank August Geldbacher (Horst-Jürgen Kaufmann) und die brutale Personalchefin der Sparbank Martha Pfahl (doppelt besetzt mit Sabrina Schneider und Melissa Braun) mit ihrem Assistenten Johannes Kraut (Kevin Brast) sorgen mit urkomischen Situationen für allerlei Verwirrungen und Chaos. Im Finale wendet sich aber alles wieder zum Guten.
Toller kurzer Gag am Ende: Das Publikum hört laute Bohrgeräusche. Dann öffnet sich am vorderen Bühnenrand plötzlich ein rundes Loch und heraus kriechen vier maskierte Bankräuber, die sofort Fersengeld geben und den Saal fluchtartig verlassen. Hinter den Bankräubermasken verbargen sich Karl-Josef „Kauert“ Reifenrath, Brigitte Kötting, Jonas Holschbach und Mathias Effenberg. Der Beifall des Publikums war ihnen sicher.
Spielleiter Dirk Kamieth dankte zum Schluss Souffleuse Bettina Grabowski, der „Maske“ Marion Klein und Gerda Kleusberg sowie allen, die zum Gelingen der Aufführungen beigetragen haben. Die nachfolgenden Fotos wurden von Christoph Buchen aufgenommen. (CB-09.05.26)
Sonnenschutz für die jüngste Generation
Heimatverein weihte neues Sonnensegel im Kurpark ein
Bisher waren Kleinkinder der prallen Sonne ausgesetzt, wenn sie auf dem gut frequentiertem Sandspielplatz im Morsbacher Kurpark mit Wasser und Sand matschten. Das fiel auch Marianne Rosenthal vom Heimatverein auf, als sie vergangenes Jahr mit ihren Enkelkindern dort zu Besuch war. Dabei hatte sie kurz vorher noch in den Nachrichten gehört, dass Ärzte vor dem Aufenthalt in der direkten Sonne warnten.
Das muss sich ändern, sagte sich Marianne Rosenthal und schlug ihren Vorstandskollegen vom Heimatverein vor, ein Sonnensegel für den beliebten Spielplatz zu sponsern, das dann den notwendigen Schatten spenden sollte. Die Idee fand auch prompt die Zustimmung des gesamten Vorstandes. Auch die Gemeinde Morsbach als Grundstückseigentümerin erteilte sofort die Genehmigung zur Errichtung eines Segels.
Am 04.05.2026 konnten daher der Vorsitzende des Heimatvereins Morsbach, Dirk Fassbender, und Bürgermeister Jan Schumacher sowie weitere Vorstandsmitglieder feierlich das rote Band durchschneiden und das neue Segel seiner Bestimmung übergeben. Fassbender betonte dabei, dass dadurch auch dem Rat der Ärzte gefolgt wird und die jüngste Generation jetzt vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt wird.
Bürgermeister Schumacher dankte dem Heimatverein für die tolle Initiative, sind doch die Sommermonate in den letzten Jahren immer heißer geworden. Er glaubt, dass das Sonnensegel außerdem zur Aufenthaltsqualität der Besucher im Kurpark beitragen wird, sowohl bei den Einheimischen als bei Gästen.
Das Sonnensegel ist gelb, dreieckig, hat eine Größe von 11 x 15 x 15 Metern und ist an drei verzinkten Stahlpfosten aufgehängt. Es besteht aus einem wasserdurchlässigen Netzgewebe mit UV-beständigem Garn, das speziell für den Outdoor-Bereich entwickelt wurde. Das Gewebe ist extrem wetterbeständig und somit perfekt für die Verwendung im Außenbereich.
Das Segel wurde ohne das Hinzugeben von schädlichen Materialien produziert. Es ist unter anderem PVC-frei und Baby-sicher, und es sollen daher keine Schadstoffe in die Luft oder ins Wasser gelangen. Das Netzgewebe ist somit unbedenklich für Gesundheit und Umwelt. Mehr als 97 % der schädlichen UV-Strahlung sollen durch den Stoff blockiert werden.
Die Gesamtkosten für das Sonnensegel belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Sie wurden durch Mitgliedsbeiträge des Heimatvereins Morsbach, Einnahmen der Theatergruppe und Spenden finanziert. (CB-04.05.26)
Dirk Fassbender, Vorsitzender (2.v.r.), Bürgermeister Jan Schumacher (Mitte) und weitere Mitglieder des Heimatvereins geben das neue Sonnensegel im Kurpark frei. Foto: Christoph Buchen
































