{"id":837,"date":"2013-03-10T15:37:31","date_gmt":"2013-03-10T14:37:31","guid":{"rendered":"http:\/\/heimatverein-morsbach.de\/?p=837"},"modified":"2013-03-10T15:37:31","modified_gmt":"2013-03-10T14:37:31","slug":"resolution-fur-die-sofortige-sanierung-und-den-erhalt-des-denkmalgeschutzten-bahnhofgebaudes-in-morsbach-oberbergischer-kreisreg-bez-koln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/heimatverein-morsbach.de\/?p=837","title":{"rendered":"Resolution f\u00fcr die sofortige Sanierung und den Erhalt des denkmalgesch\u00fctzten Bahnhofgeb\u00e4udes in Morsbach (Oberbergischer Kreis\/Reg.-Bez. K\u00f6ln)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vorbemerkung: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Bahnhofgeb\u00e4ude verf\u00e4llt zusehend<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn Besucher und Einwohner der Gemeinde Morsbach aus Richtung Wissen nach Morsbach kommen, sehen sie rechter Hand zuerst auf das Bahnhofgel\u00e4nde, das sich schon seit Jahren in einem unattraktiven Zustand befindet.<\/p>\n<p>Betrachtet man zudem n\u00e4her das eigentliche Bahnhofgeb\u00e4ude, stellt man rasch fest, dass dieses Bauwerk seit Jahren dem Verfall preisgegeben ist und sich allm\u00e4hlich zu einem \u201eSchandfleck\u201c des Ortes Morsbach entwickelt hat.<\/p>\n<p>Um dem Einhalt zu gebieten, vertritt der Heimatverein Morsbach die Auffassung, dass vorrangig das denkmalgesch\u00fctzte Bahnhof-Empfangsgeb\u00e4ude auf Dauer erhalten und sp\u00e4ter einer ad\u00e4quaten Nutzung zugef\u00fchrt werden muss. Willkommener Nebeneffekt: Morsbachs Entree bek\u00e4me aus Richtung Wissen wieder ein positives Erscheinungsbild.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Historischer R\u00fcckblick:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Bahnhofgeb\u00e4ude \u2013 Zeitzeuge preu\u00dfischer Eisenbahnarchitektur<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das 1898 erbaute Bahnhofgeb\u00e4ude in Morsbach ist wegen der damals \u00fcblichen Stilmerkmale der k\u00f6niglich-preu\u00dfischen Eisenbahn (z.B. Schwebegiebel und Fassadenaufteilung in Empfangsgeb\u00e4ude, Wartesaaltrakt und Anbau f\u00fcr den Fahrdienstleiter) 1982 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Gemeinde Morsbach aufgenommen worden. In der Schutzausweisung hie\u00df es als Begr\u00fcndung: \u201eAn der Erhaltung des Empfangsgeb\u00e4udes und der angeschlossenen G\u00fcterhalle des Morsbacher Bahnhofs besteht wegen der landschaftlich gepr\u00e4gten Ausgestaltung des preu\u00dfischen Einheitstyps f\u00fcr Bahnhofempfangsgeb\u00e4ude, aber auch wegen der besonderen Dachkonstruktion und deren Erhaltungszustand aus k\u00fcnstlerischen und wissenschaftlichen, insbesondere eisenbahngeschichtlichen Gr\u00fcnden ein \u00f6ffentliches Interesse.\u201c<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das Bahnhofgeb\u00e4ude &#8211; Schadensbilanz der letzten 20 Jahre<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den letzten 20 Jahren sind erhebliche Sch\u00e4den an der Dachkonstruktion aufgetreten, die st\u00e4ndig gr\u00f6\u00dfer werden und, nach Auskunft des bisherigen P\u00e4chters, bereits ein Abst\u00fctzen von Balkenlagern erforderlich werden lie\u00dfen. Auch fault an der westlichen Dachseite das Holz. Eine Gefahr f\u00fcr Passanten und spielende Kinder wird von tag zu Tag wahrscheinlicher. Hier ist Gefahr im Verzug.<\/p>\n<p>Mit derartigen F\u00e4ulnissch\u00e4den begann im \u00dcbrigen Mitte der 1980er Jahre auch der Verfall der alten Morsbacher Volksschule in der Waldbr\u00f6ler Stra\u00dfe, die schlie\u00dflich dann leider abgerissen werden musste. Das darf sich beim Bahnhofgeb\u00e4ude nicht wiederholen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bahnhofeigent\u00fcmer nimmt Verfall billigend in Kauf &#8211;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Bahnhofgeb\u00e4ude &#8211; Bestrebungen des Heimatvereins Morsbach<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Eigent\u00fcmer des Bahnhofgeb\u00e4udes ist die Verwaltung des Bundeseisenbahnverm\u00f6gens (BEV), Verwaltungsstelle K\u00f6ln. Gem\u00e4\u00df \u00a7 7 Denkmalschutzgesetz NW ist der Eigent\u00fcmer zur Erhaltung eines Baudenkmals verpflichtet. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Durchsetzung dieser gesetzlichen Verpflichtung ist die Bezirksregierung K\u00f6ln, da es sich bei dem Bahnhofgeb\u00e4ude in Morsbach um Bundesverm\u00f6gen handelt.\u00a0<\/p>\n<p>Seit 1995 fordert der Heimatverein Morsbach immer wieder Substanzerhaltungsma\u00dfnehmen vom Eigent\u00fcmer des Bahnhofs ein. In einem Schreiben vom 13.11.1996 an die Gemeinde Morsbach als Untere Denkmalbeh\u00f6rde hat der Heimatverein Morsbach ausf\u00fchrlich auf die damals schon vorhandenen Geb\u00e4udesch\u00e4den hingewiesen. Die Gemeinde Morsbach hat daraufhin der Bezirksregierung K\u00f6ln den Substanzverfall des Bahnhofgeb\u00e4udes geschildert, worauf von dort dann auch zugesagt wurde, den Eigent\u00fcmer zur Beseitigung der Sch\u00e4den aufzufordern.<\/p>\n<p>Der diesbez\u00fcgliche jahrelange Schriftverkehr zwischen der Gemeinde Morsbach, der Bezirksregierung K\u00f6ln und dem Heimatverein Morsbach sowie seit 2012 auch mit dem F\u00f6rderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn e.V. und dem Eisenbahnbundesamt K\u00f6ln setzt sich bis heute fort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Passiert ist jedoch in den letzten 18 Jahren <strong>nichts<\/strong>. Das ist ein unw\u00fcrdiges Spiel auf zeit mit dem Denkmalschutz. Der Verfall des Geb\u00e4udes geht stetig weiter.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Resolution des Heimatvereins Morsbach \u2013<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sofortige Sanierung des Bahnhofgeb\u00e4udes und sinnvolle Geb\u00e4udenutzung\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Heimatverein Morsbach fordert alle beteiligten Beh\u00f6rden, insbesondere<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>n\u00a0 die Bezirksregierung K\u00f6ln (Dezernat 35.4\/Denkmalangelegenheiten)<\/p>\n<p>n\u00a0 das Eisenbahnbundesamt K\u00f6ln (Sachgebiet 25)<\/p>\n<p>n\u00a0 Bundeseisenbahnverm\u00f6gensamt K\u00f6ln<\/p>\n<p>n\u00a0 den Oberbergischen Kreis Gummersbach (als Obere Denkmalbeh\u00f6rde)<\/p>\n<p>n\u00a0 die Gemeinde Morsbach (als Untere Denkmalbeh\u00f6rde)<\/p>\n<p>n\u00a0 den Landeskonservator Dr. Klaus Thiel vom Landschaftsverband Rheinland<\/p>\n<p>n\u00a0 die beiden zust\u00e4ndigen Minister in D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p>n\u00a0 den zust\u00e4ndigen Landtags- und Bundestagsabgeordneten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>auf, unverz\u00fcglich, d.h. noch im Fr\u00fchjahr 2013, daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass Ma\u00dfnahmen der Substanzerhaltung an dem alten Bahnhofgeb\u00e4ude in Morsbach ergriffen werden und das Geb\u00e4ude so hergerichtet wird, dass es am Ortseingang wieder zu einem Schmuckst\u00fcck f\u00fcr Morsbach wird und damit einer sinnvollen Nutzung zugef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Morsbach, den 18. Februar 2013<\/strong><\/p>\n<p>gez.<strong> <\/strong>Werner Schuh (Vorsitzender), Christoph Buchen, (Beisitzer)<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Das Bahnhofgeb\u00e4ude verf\u00e4llt zusehend &nbsp; Wenn Besucher und Einwohner der Gemeinde Morsbach aus Richtung Wissen nach Morsbach kommen, sehen sie rechter Hand zuerst auf das Bahnhofgel\u00e4nde, das sich schon seit Jahren in einem unattraktiven Zustand befindet. 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