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Monatsarchive: November 2022

Fröhlicher Ausgang beim „Zoff mit dem Stoff“ der Theatergruppe

Glänzende Premiere – Karten noch erhältlich

Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum und nach zweijähriger Corona bedingter Pause konnte die Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins Morsbach jetzt endlich wieder einen neuen Schwank präsentieren. Am 25. November 2022 war Premiere für das neue Stück „Immer Zoff mit dem Stoff“ von Bernd Gombold. Die Schauspieler hatten im Vorfeld einen „Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer“ versprochen. Und alle, die gekommen waren, wurden nicht enttäuscht.

Der Dreiakter spielt in ländlicher Idylle. Franz Kohlkopf, dargestellt von Horst-Jürgen Kaufmann, lebt mit seiner Frau  Erika (Ingrid Diederich) in recht armseligen Verhältnissen und sie rackern sich ab, um finanziell einigermaßen über die Runden zu kommen. Zu allem Überdruss  haben die beiden tagein tagaus Streit mit ihrer Nachbarin Maja Müslein (Birgit Leidig), die auf ökologischen Gemüseanbau und chinesische Heilkünste schwört, insbesondere dann, wenn die vornehme und wohlhabende Frau Henneliese von Wolkenstein (Brigitte Kötting) samt Kater Amadeus mit ihren Wehwehchen und Problemen zur Behandlung kommt. Majas überaus verschlafener und gemütlicher Ehemann Klaus-Peter (Hauptrolle für Uwe Mauelshagen) hat dafür überhaupt nichts übrig. Er fühlt sich am wohlsten, wenn er von seiner Frau in Ruhe gelassen wird. Doch die gönnt ihm seine resolute Frau nicht allzu oft. Und dann ist da noch die leichtgläubige Berta Lädele (Nicole Selhorst), die ihr Gemüse mal bei den Kohlkopfs und mal bei Maja Müslein einkauft, je nachdem wer sie gerade mehr verschaukelt, welches wohl das bessere Gemüse ist.  Ebenso zur Kundschaft gehören Pizzabäcker Giovanni Tomati (glänzend gespielt von Dirk Kamieth) mit seiner äußerst impulsiven Frau Maria (Dagmar Hombach) von der Pizzeria „La Traviata“. Da im Hause Tomati oftmals der Haussegen schiefhängt, suchen die beiden Rat und Hilfe bei den gutmütigen Kohlkopfs. Doch mit der Idylle ist es dann plötzlich vorbei, als der zwielichtige schräge Vogel Mario (Carsten Stockburger) mit einer Kiste Pflanzen erscheint, angeblich ein Potenzmittel. Die soll Franz Kohlkopf gegen gute Bezahlung für ihn einpflanzen und großziehen. Franz wittert das große Geld und willigt unbehelligt ein, ohne zu wissen was da bald auf ihn und alle anderen zukommen wird! Zudem erscheint noch der harmlose „Softie“ Thorsten (Jens Mauelshagen), mit seiner vermeintlichen Schwäche für das männliche Geschlecht. Er hat sofort ein Auge auf Mario geworfen und versucht mit ihm anzubändeln. So nimmt das Stück einen turbulenten Verlauf und findet auch Dank der Dorfpolizisten (Karl-Josef Reifenrath und Melissa Braun) ein fröhliches Ende.

Amüsante Wortspielereien, Situationskomik und markige Sprüche, oft in Müeschbejer Platt, wechselten sich bei dem Schwank ab und strapazierten die Lachmuskeln der Zuschauer. Regie führte Norbert Kötting. Die Theatergruppe bedankt sich bei allen Zuschauern, Helfern und Förderern. (CB-27.11.22)

Fotos: Christoph Buchen

Neue Heimat für Schneeball und Pfaffenhütchen

NABU und Heimatverein pflanzen 400 Gehölze

 

Fleißige Mitglieder des Heimatvereins und des NABU Morsbach trafen sich am 12. November 2022 in der Jähhardt, um den Hang vor der im August eingeweihten neuen Aussichtsplattform mit Sträuchern zu bepflanzen. Auch der NABU-Nachwuchs war zur Stelle, um mitzuhelfen.

Mit Spaten und Pflanzhacken bewaffnet, nahm sich jeder Helfer ein Bündel der von der Kreissparkasse Köln finanzierten Gehölze, und im Laufe des Vormittags erhielten Schneeball, Pfaffenhütchen, Hartriegel, Weiß- und Schlehdorn eine neue Heimat. Auch Schwarzer Holunder, Hundsrose und Hasel befanden sich unter den 400 Gehölzpflanzen, die in den Boden gesetzt wurden.

„Die Gemeindefläche war bis 2020 mit Fichten bestockt.“, erläutert Klaus Jung, Vorstandsmitglied beider Vereine. „Die Nadelbäume sind in den beiden trockenen Sommerhalbjahren 2019 und 2020 vollständig vom Borkenkäfer geschädigt worden. Danach war die Fläche ein fast vegetationsloser Kahlschlag.“, erinnert sich Jung.

Beim Bau der Plattform kamen Heimatverein und NABU auf die Idee, die rund 900 Quadratmeter große Hangfläche wieder mit niedrig wachsenden heimischen Gehölzen zu bepflanzen, die nicht den Blick auf Morsbach behindern. Die Gemeinde als Eigentümerin und das Regionalforstamt gaben sofort grünes Licht zu der Initiative.

Klaus Jung sieht in der Aufforstung der Fläche eine erhebliche ökologische Aufwertung und hofft, dass die Gemeinde auf der 8.000 Quadratmeter großen Restfläche auch noch heimische Laubbäume anpflanzen wird. „Die Gehölzbepflanzung stellt darüber hinaus einen willkommenen Lebensraum mit reichhaltigem Nahrungsangebot für viele Vogelarten dar.“, ergänzt Werner Schuh, Vorsitzender des Heimatvereins, der stolz darauf ist, dass die neue Aussichtsplattform mittlerweile zum Ziel zahlreicher Wanderer und Radfahrer geworden ist. (CB-12.11.22)

Mit Spaten und Hacken bewaffnet pflanzten Mitglieder von Heimatverein und NABU Morsbach 400 Gehölze in der Jähhardt. Fotos: Christoph Buchen

17. Dezember 2022: Kölsche Weihnacht – Paveier und Gäste wieder in der Kulturstätte Morsbach

„Wir freuen uns, mal wieder in Morsbach zu sein“, sagte kürzlich Sven Welter bei einem Pressegespräch in der Porto Pizza. Die Sänger und Gitarristen Sven Welter und Klaus Lückerath sowie Schlagzeuger Johannes Gokus von der kölner Kultband „Paveier“ stellten bei dem Gespräch ihr Programm für das Weihnachtskonzert in der Kulturstätte Morsbach am 17. Dezember vor.

„Wir kennen Morsbach von vielen Karnevalssitzungen“, meinte Welter und freute sich: „Wir werden auch wieder zu den Damensitzungen der KG am 25. und 26. Januar nach hier kommen. Aber zuvor bieten wir im Dezember unseren Fans ein kölsches Weihnachtskonzert vom Feinsten an. Wir spielen unplugged mit Herz und Seele.“

Ganz ohne ihre Karnevalshits, aber mit neuen Hymnen und viel weihnachtlicher Stimmung versprechen die Paveier eine „Kölsche Weihnacht“ mit Gästen. Bereits zum zweiten Mal gastiert die bekannte Band aus der Domstadt in der Kulturstätte, mit Unterstützung des Heimatvereins Morsbach. Werner Schuh, Vorsitzender des Heimatvereins, freute sich auf das Weihnachtskonzert und betonte: „Wir werden wieder alles zum Gelingen des Abends beitragen, zumal es dieses Mal ein Samstag ist.“

Rund um das schönste Fest des Jahres wird die Band alte und neue weihnachtliche Lieder in kölscher Sprache präsentieren, in denen das schönste Fest des Jahres besungen wird. Von besinnlichen Titeln bis hin zu komödiantischen Einlagen kommt jeder Zuschauer auf seine Kosten.

Auch in diesem Jahr kommen die Paveier nicht alleine, sondern bringen wieder befreundete, hochkarätige Gäste mit. Unter anderem tritt nach längerer Auszeit erstmals wieder der Kabarettist Marc Metzger (auch bekannt als „Dä Blötschkopp“) auf. Mit dabei sind auch die kölsche Newcomer-Band „Auerbach“ (aktuelle Single „Heimat“), die hervorragende Sopranistin Constanze Störk (die letztes Jahr in Morsbach mit „Ave Maria“ beindruckte), Kinder der Colonia Akademie für Musik und Tanz und das Streichensemble des WDR-Rundfunkorchesters. Gemeinsam setzen die Paveier und ihre Gäste ein Glanzlicht in der oft hektischen Vorweihnachtszeit und garantieren mit Weihnachtsliedern die perfekte Einstimmung auf besinnliche Tage. Der Vorverkauf läuft.

 

Kölsche Weihnacht – Paveier & Gäste – 17.12.2022

Kulturstätte Morsbach, Hahner Straße 31, 51597 Morsbach

Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

Tickets: 31,- Euro zzgl. VVK-Gebühren (feste Sitzplatzzuordnung)

Vorverkaufsstellen:

Buchladen Lesebuch, Bahnhofstraße 8, 51597 Morsbach

Eintrittskarten sind auch online erhältlich:

KölnTicket – www.koelnticket.de – Tel. 0221/2801 – sowie in allen Ticketshops.

Hinweis des Veranstalters:

Es gilt die zum Veranstaltungszeitpunkt gültige Coronaschutzverordnung des Landes NRW.

Infos unter: www.pavement.de

(CB-08.11.22)

 

Drei Bandmitglieder der „Paveier“ auf dem Morsbacher Rathausplatz. Fotos und Video: Christoph Buchen

Jubiläumsschwank mit Zoff – Vorverkauf startet

25 Jahre Theatergruppe des Heimatvereins Morsbach

Es gibt viele Vereine, die mit besonderen Akteuren oder Untergruppierungen in Verbindung gebracht werden. Ein solches „Aushängeschild“ ist für den Heimatverein Morsbach seine Theatergruppe „Vürhang op“. Sie kann in diesem Jahr auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Seit 1997 studieren Morsbacher Laienschauspieler Schwänke ein und bereiten damit vielen Zuschauern eine vergnügliche Auszeit.

Lange Tradition

Theaterspielen hat in Morsbach eine lange Tradition. Als nach dem Ersten Weltkrieg das Vereinsleben wieder aufblühte, wetteiferten die Männergesangvereine „Concordia“, „Eintracht“ und „Edelweiß Alzen“ mit zahlreichen Theaterstücken.

In den 1920er und 1930er Jahren liefen unter der Regie von Lehrer Franz Thomas und Gastwirt Wilhelm Beckmann Stücke wie „Genofeva“, „Dreizehnlinden“ oder „Der Erbförster“ über die Bühne des Saales „Prinz Heinrich“. Geplant war damals auch eine Freilichtbühne für 1.000 Zuschauer „im Kattelberg“ und die Aufführung von Passionsspielen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die Kolpingsfamilie Morsbach im alten Gertrudisheim dann mehrere Theaterstücke auf, und die Gesangvereine inszenierten Operetten.

Gründung der Theatergruppe

Um die alte Theatertradition wieder aufleben zu lassen und die Morsbacher Mundart zu pflegen, kam Beate Mauelshagen 1997 auf die Idee, eine Laienschauspielgruppe zu gründen. Bei Marlies Roth von der Kreisvolkshochschule, Abteilung Morsbach, und Christoph Buchen vom Verkehrs- und Kulturamt der Gemeinde Morsbach stieß sie damals spontan auf Unterstützung. So wurden gemeinsam Mitspieler geworben.

Ab dem 1.10.1997 trafen sich zunächst Beate Mauelshagen, Marlies Roth, Franziska Vierbücher, Anna Becher und Heike Mauelshagen, um Sketche und Theaterstücke einzustudieren. „Nach kurzen Einaktern wurde im September 1998 anlässlich eines Geburtstages der erste Zweiakter mit dem Titel `Die verschenkte Erbtante` in der Gaststätte `Zum Backes` in Alzen aufgeführt“, erinnert sich Marlies Roth noch.

Es folgte im Dezember 1998 das Stück „Der Fehltritt des Herrn Blümchen“ beim „Kästchenfest“ im Dorfgemeinschaftshaus Siedenberg. Weitere Auftritte 1999 bei der AWO im „Haus im Kurpark“, bei den katholischen Frauengemeinschaften in Morsbach und Alzen sowie beim Karneval im Pfarrheim Lichtenberg begeisterten erneut das Publikum.

Waren die ersten Stücke 1998 und 1999 nur mit Schauspielerinnen besetzt, kamen im Jahr 2000 die ersten beiden männlichen Darsteller hinzu, Horst-Jürgen Kaufmann und Norbert Kötting.

Marlies Roth erzählt: „Im Jahr 2000 wurde dann mit sechs Schauspielerinnen und den beiden Männern ein erstes 90-minütiges Theaterstück im Gertrudisheim einstudiert.“ Von da an führte Roth, die Leiterin der Laienspielgruppe, auch stets Regie. 2001 wurden schon drei Aufführungen, 2003 vier, 2007 fünf und ab 2009 bis heute sechs Aufführungen pro Theatersaison durchgeführt.

Im Jahr 2006 schloss sich die Theatergruppe dem Heimatverein Morsbach an. Zunächst namenlos, nannte sie sich ab 2012 „Theatergruppe Vürhang op“. Zum 20-jährigen Bestehen der Gruppe übergab 2017 Marlies Roth die Leitung an Dirk Kamieth und Horst-Jürgen Kaufmann. Roth hatte 2002 bereits für ihr ehrenamtliches Theaterengagement vom Heimatverein die Auszeichnung „Müeschbejer Mädchen“ erhalten.

Kartenvorverkauf und Termine
Theatersprecher Dirk Kamieth berichtet, dass, nach zweijähriger Coronapause, jetzt wieder die Proben für den neuen Jubiläumsschwank „Immer Zoff mit dem Stoff“ auf Hochtouren laufen. Der Kartenvorverkauf für die sechs Aufführungen findet am Samstag, 05. November ab 14.00 Uhr im Bistro „Alt Morsbach“, Zur Burg, statt. Das Bistro ist dafür an diesem Tag ab 13.00 Uhr geöffnet. Jede Karte kostet 10,00 Euro.
Die Premiere des neuen Stücks ist am Freitag 25. November, 19.00 Uhr, in der Kulturstätte Morsbach. Weitere Aufführungstermine sind: Samstag 26. November, 17.00 Uhr, Sonntag 27. November, 16.00 Uhr, Donnerstag 01. Dezember, 19.00 Uhr, Freitag 02. Dezember, 19.00 Uhr, und Samstag 03. Dezember, 17.00 Uhr. Der Einlass ist jeweils eine Stunde vor den Aufführungen.
Die Theatergruppe bittet um Verständnis dafür, dass auf Grund der hohen Nachfrage lediglich acht Eintrittskarten pro Person abgegeben werden. Restkarten können ab dem 07. November im Buchladen „Lesebuch“, Bahnhofstr. 8, in Morsbach erworben werden. (CB-04.11.22)

Alle Fotos: Christoph Buchen