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    „Drei-Türme-Blick“ vom Waldsofa durch den Fotorahmen

    Heimatverein Morsbach weihte neue Freizeiteinrichtungen ein

    Morsbach ist umgeben von zahlreichen Wanderwegen und Hügeln, von denen aus der Wanderer interessante Panoramablicke genießen kann. Seit dem 12.04.2026 ist der Ausblick von einem der Hügel noch attraktiver geworden. Auf dem Heider Berg hat der Heimatverein ein neues, hölzernes Waldsofa und auch noch daneben einen Fotorahmen mit dem Schriftzug „Morsbach“ eingeweiht.

    Ähnlich wie beim „Sywalk“ in der Jähhardt, den der Heimatverein 2022 gebaut hat, sollen die beiden neuen Freizeiteinrichtungen die touristische Erlebbarkeit des Morsbacher Berglandes ergänzen und bereichern, betonte Vorsitzender Dirk Fassbender bei der Einweihung. Waldsofa und Fotorahmen stehen am Rundwanderweg von Morsbach über Hahn und wieder zurück nach Morsbach.

    Vom Heider Berg hat der Wanderer eine beeindruckende Fernsicht auf den Ort Morsbach und das Wisserbachtal. Ins Auge fallen dabei drei Türme, der stählerne Aussichtsturm, der historische Kirchturm der Basilika und der weiße Glockenturm des evangelischen Gemeindezentrums. Daher könnte man die Lage auch „Drei-Türme-Blick auf Morsbach“ bezeichnen, so Fassbender.

    Die Gemeinde Morsbach ist Grundstückseigentümerin und hat dem Heimatverein die Erlaubnis zum Aufstellen der zwei neuen Freizeiteinrichtungen erteilt. Bürgermeister Jan Schumacher freute sich über die Aktivitäten des Heimatvereins und stellte fest: „Mit diesem Projekt ist ein weiterer attraktiver Ort in unserer Gemeinde entstanden, der zum Verweilen, zum Genießen der Aussicht auf Morsbach und für besondere Erinnerungsfotos einlädt. Gerade in einer Zeit, die oft von Hektik geprägt ist, sind solche Orte der Ruhe und Entschleunigung von besonderem Wert, sowohl für Einheimische als auch für Gäste.“

    Das Waldsofa hat eine Liegefläche von 1,50 x 1.56 Meter und bietet bequem Platz für zwei Erwachsene. Die Fläche ist aus robustem Lärchenholz gefertigt. Der Fotorahmen ist drei Meter breit und zwei Meter hoch. Das zweischalige Rahmenprofil ist aus gekantetem Cortenstahlblech hergestellt. Oben drauf befindet sich der Schriftzug „Morsbach“. Durch den Rahmen können die Wanderer ein Erinnerungsfoto von Morsbach schießen oder sie stellen sich selber für ein Foto in den Rahmen.

    Die Gesamtkosten von Waldsofa und Fotorahmen belaufen sich auf rund 5.000 Euro. Sie wurden durch Mitgliedsbeiträge, Einnahmen der Theatergruppe und Spenden finanziert.

    Dirk Fassbender bedankte sich für die Unterstützung bei der Errichtung der neuen Freizeiteinrichtungen bei der Gemeinde Morsbach als Grundstückseigentümerin, beim Baufachbetrieb Safarik für die Planung der Fundamentarbeiten, beim Garten- und Landschaftsbau Stark für die Fundamentarbeiten, beim Baubetriebshof der Gemeinde für die Herrichtung der Fläche und bei der Metallbaufirma Leidig für die Anfertigung des Fotorahmens und die Montagearbeiten.

    Der Heimatverein weist darauf hin, dass es am Heider Berg keine Park- und Wendemöglichkeiten gibt. Daher ist der Ausblick nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Fotos: Christoph Buchen (CB-13.04.26)

    Bei der Einweihung des neuen Waldsofas und Fotorahmens auf dem Heider Berg: Bürgermeister Jan Schumacher (l.) und Dirk Fassbender, Vorsitzender des Heimatvereins (r.) schneiden ein Band durch.

    1.Mai 2026: Familienwanderung mit dem Heimatverein Morsbach

    Seit 1998 führt der Heimatverein Morsbach jeweils am 1. Mai eine Familienwanderung mit stets großer Beteiligung durch. Am 1. Mai 2026 heißt es wieder: Wir wandern mit dem Heimatverein. Alle heimat- und naturkundlich interessierten Familien und Einzelwanderer sind hierzu herzlich eingeladen.

    Treffpunkt ist wieder pünktlich um 10.00 Uhr am Eingang des Kurparks. Von dort aus geht es über eine überwiegend Kinderwagen freundliche Strecke durch das idyllische Rossenbachtal und über Hahn zum Heider Berg. Dort hat der Heimatverein ein neues Waldsofa und einen Fotorahmen aufstellen lassen. Von hier kann man den Panoramablick auf Morsbach genießen. Weiter geht die Maiwanderung zurück nach Morsbach.

    In diesem Jahr sind die Wanderer zum Schluss zu Gast im Tennishaus des SV Morsbach, Abteilung Tennis, in den Wisserauen. Über Mittag findet dort eine Bewirtung statt, und die Wanderer können den Tag bei Speis und Trank gemütlich ausklingen lassen. (CB-30.03.26) Archivfoto: C. Buchen

    Heimatverein weiht Waldsofa und Fotorahmen ein

    Am Sonntag, 12.04.2026, 11.00 Uhr, stellt der Heimatverein Morsbach sein neustes Projekt vor, ein neu errichtetes Waldsofa und einen Fotorahmen auf dem Heider Berg. Von dort aus hat der Wanderer einen schönen Panoramablick auf den Ort Morsbach und das Wisserbachtal. Die Gemeinde Morsbach als Grundstückseigentümerin hat dem Heimatverein die Erlaubnis für die Errichtung der zwei neuen Freizeiteinrichtungen erteilt, die am 1. Mai auch Etappenziel der traditionellen Familienwanderung des Vereins sein werden. Da es am Heider Berg keine Park- und Wendemöglichkeiten gibt, wird darum gebeten, nur zu Fuß den neuen Aussichtspunkt zu erreichen. (CB-30.03.26)

    Dirk Fassbender ist neuer Vorsitzender des Heimatvereins Morsbach

    Fachvortrag von Dr. Ralf Liptau über die Hängeseilbrücke

    Während der jüngsten Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Morsbach im Kulturbahnhof gab es einen Wechsel im Vorsitz. Der 45-jährige Florist Dirk Fassbender wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt, der bisherige Vorsitzende Werner Schuh zum Ehrenvorsitzenden. 20 Jahre lang stand Schuh dem Traditionsverein vor und wird auch künftig Sonderaufgaben übernehmen. Sein Stellvertreter Ludger Rosenthal lobte Schuhs großes Engagement und überreichte ihm als Dankeschön einen Präsentkorb.

    Zu Beginn der Versammlung ließ Werner Schuh noch als Vorsitzender die Aktivitäten des Heimatvereins im Jahr 2025 Revue passieren. Insbesondere verwies er auf die Familienwanderung am 1. Mai und die gelungenen Aufführungen der Theatergruppe mit dem Schwank „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“. Auch hat der Verein dafür gesorgt, dass in einer Vitrine ein Bahnhofmodell ausgestellt wird.

    Nachdem Ludger Rosenthal einen sehr zufriedenstellenden Kassenbericht vorgetragen hatte, beantragten die Kassenprüfer Niko Kraft und Peter Wagener die Entlastung des Vorstandes, die auch prompt folgte.

    Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden folgende Personen gewählt: 1. Vorsitzender Dirk Fassbender, Stellvertreter und Kassierer Ludger Rosenthal, Schriftführerin Marianne Rosenthal, Beisitzer Roland Bantel, Christoph Buchen, Frank Fassbender, Sebastian Hoberg, Dirk Kamieth, Horst-Jürgen Kaufmann, Birgit Leidig, Jens Mauelshagen, Marlies Roth, Irina Stricker, Peter Weiß und Ehrenvorsitzender Werner Schuh. Zu Kassenprüfern wurden Niko Kraft und Michael Ebach gewählt.

    Der neue Vorsitzende betonte in seiner Antrittsrede, dass er auch gerne die jüngere Generation und Neubürger für die Mitwirkung im Heimatverein ansprechen würde. Er kündigte die geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten für das Jahr 2026 an. Danach weiht der Heimatverein am 12. April zwei neue Freizeiteinrichtungen auf dem Heider Berg ein, eine Waldsofa und einen Fotorahmen. Am 1. Mai findet wieder die traditionelle Familienwanderung statt. Die Theatergruppe „Vürhang op“ spielt Anfang Mai sechs Mal ihren neuen Schwank „Hände hoch, wie sch(l)iessen“. Hierfür gibt es noch Restkarten. Am 24. Oktober startet wieder der Große Müeschbejer Oowend im Gertrudisheim. Die Einweihung des neuen Sonnensegels im Kurpark soll noch im Frühjahr stattfinden.

    Gespannt war die Versammlung auf den Wissenschaftlichen Referenten des LVR-Amtes für Denkmalschutz im Rheinland Dr. Ralf Liptau und seinen Vortrag „Hängen lassen! Zum kulturellen Wert des Morsbacher Denkmals Hängebrücke“. Dr. Liptau war im vergangenen Jahr maßgeblich an der Unterschutzstellung der Brücke beteiligt. Der Vorstand erläuterte vorweg, dass der Heimatverein seit vier Jahren bemüht ist, die derzeit gesperrte Brücke wieder verkehrssicher sanieren zu lassen.

    Dr. Liptau hob die Bedeutung und den kulturellen Wert der Hängeseilbrücke hervor. Sie sei als letztes erhaltenes Objekt bedeutend, weil sie von einem frühen Strukturwandel im Bergischen Land zeugt und damit von einer Art Neuerfindung der Region seit den 1920er Jahren als Wander- und Freizeitgebiet. Sie sei darüber hinaus Bestandteil einer allgemeinen Brückengeschichte und einerseits eingebettet in eine allgemeine Konstruktionsgeschichte des Hängebrückenbaus, andererseits in eine Geschichte der Landschaftsverschönerung und -inszenierung durch Kleinbrücken.

    An ihrer Erhaltung und Nutzung bestünde ein allgemeines Interesse unter anderem wegen volkskundlicher oder städtebaulicher Bedeutung. „Ihre besondere historische Bedeutung ist nachweisbar und hebt das Denkmal aus der Masse des Beliebigen hervor. Sie prägte den Alltag einerseits der Menschen in Morsbach und andererseits der nun in die Region reisenden Gäste.“, stellte Experte Dr. Liptau fest und betonte: „Die Brücke ist nicht nur sprechendes Zeugnis für die lokalen Umwälzungen im Nachgang des lokalen Bergbaus, sondern auch Zeugnis für ein gestiegenes Freizeit- und Erholungsbedürfnis. Sie ist damit Relikt zweier Entwicklungen, die für das spätere 20. Jahrhundert und bis in die Gegenwart hinein bedeutend sein sollten.“

    Bisher sei ihm kein vergleichbares Bauwerk aus der Zeitstellung des frühen 20. Jahrhunderts im Rheinland bekannt oder als Denkmal geschützt. Ausführlich schilderte Dr. Liptau den Unterschutzstellungsprozess von Baudenkmälern im Allgemeinen und im Besonderen in der Gemeinde Morsbach seit den 1980er Jahren.

    Als Dank für seinen Fachvortrag überreichte ihm Vorsitzender Dirk Fassbender den Bildband „Alt Morsbach“ und einen Präsentkorb. Der Heimatverein wird sich jetzt mit der Gemeinde als Eigentümerin zusammensetzen und überlegen, wie die Brücke wieder saniert werden kann.

    Das Schlusswort hatte der neue Bürgermeister Jan Schumacher. Er bot dem Heimatverein eine enge Zusammenarbeit an und appellierte, gemeinsam das Heimatgefühl zu stärken und Morsbach weiter lebenswerter zu gestalten. Er setzt unter anderem auf starke Vereine, einen wachsenden Tourismus und eine positive Neugestaltung des restlichen Bahnhofareals. (CB-26.03.26)

    Der neue und alte Vorsitzende des Heimatvereins Morsbach Dirk Fassbender (l.) und Werner Schuh (r.) sowie Brückenexperte Dr. Ralf Liptau (Mitte) vom Landschaftsverband. Fotos: Christoph Buchen

    25. März 2026: Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Morsbach e.V.

    Was wird aus der Hängebrücke?

    Der Heimatverein Morsbach lädt alle Mitglieder zur Jahreshauptversammlung am Mittwoch, den 25. März 2026, 19.00 Uhr, in den Kulturbahnhof in Morsbach, Bahnhofstraße 40, ein. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgende Punkte:

    Rechenschaftsbericht des Vorstandes für das Jahr 2025, Berichte des Kassierers und der Kassenprüfer, Entlastung des Kassierers und des Vorstandes, Vorstandsneuwahlen sowie geplante Veranstaltungen und Aktivitäten 2026. Zum Schluss der Versammlung hält der Wissenschaftliche Referent des LVR-Amtes für Denkmalschutz im Rheinland Dr. Ralf Liptau einen Vortrag unter dem Titel „Hängen lassen! Zum kulturellen Wert des Morsbacher Denkmals Hängebrücke“.

    Der Vorstand würde sich über ein zahlreiches Kommen der Mitglieder freuen.

    Weitere Termine 2026

    Vormerken sollte man sich auch folgende Termine des Heimatvereins im Jahr 2026:

    12. April 2026, 11.00 Uhr, Einweihung des neuen Waldsofas und des Fotorahmens auf dem Heider Berg, 01. Mai 2026, 10.00 Uhr, Traditionelle Familienwanderung des Heimatvereins, Start: am Kurpark, 24. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Müeschbejer Oowend im Gertrudisheim mit Verleihung des „Müeschbejer Jongen“ oder des „Müeschbejer Mädchen“.

    Die Einweihung des neuen Sonnensegels über dem Kinderspielplatz im Kurpark ist noch nicht terminiert, soll aber noch im Frühjahr erfolgen. (CB-01.03.26)

    Die denkmalgeschützte Hängebrücke steht auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Morsbach am 25. März. Archivfoto: Christoph Buchen

    28. Februar 2026: Kartenvorverkauf der Theatergruppe Morsbach

    Im Mai heißt es wieder „Vürhang op“, wenn die Theatergruppe des Heimatvereins Morsbach das neue Stück „Hände hoch, wir sch(l)ießen!“ auf der Bühne der Kulturstätte präsentiert.

    Seit einigen Monaten studiert das Ensemble die Komödie von Regina Harlander hoch motiviert ein. Die Akteure der Laienspielgruppe versprechen den Zuschauern und Freunden des Theaterspiels bei dem Dreiakter wieder einen turbulent vergnüglichen Abend, bei dem viel gelacht werden darf.

    Hier ein kurzer Einblick auf das Stück:

    In Morsbach ist Banking so aufregend wie ein Kontoauszug in schwarz-weiß – bis eine Kundenumfrage der „Sparbank“ den Boden unter den Füßen wegzieht. Die Konkurrenz gewinnt, der Chef tobt, und Betty und Melanie beschließen: Wenn wir schon Pleite gehen, dann bitte öffentlich. Mit Reinigungskraft Olga und Pechvogel Fritz planen sie einen Banküberfall als PR-Gag. Genial gedacht, katastrophal gemacht: Technik streikt, Pläne implodieren, ein Konkurrenzbanker stolpert herein und die Polizei gleich hinterher. Aus cleverem Marketing wird Chaos mit Zinseszins. Fazit: Ein Bankbesuch, der garantiert mehr Lacher als Rendite bringt – und nach dem man sein eigenes Geldinstitut plötzlich sehr zu schätzen weiß.

    Karten für die Theateraufführungen können zum Preis von 14,00 Euro pro Karte im Vorverkauf im Bistro „Alt Morsbach“, Burgstr. 4 in Morsbach erworben werden. Der Vorverkauf wird am Samstag, 28.02.2026 ab 14.30 Uhr unter Regie des Heimatvereins durchgeführt. Das Bistro ist dafür an diesem Tag ab 13.00 Uhr geöffnet. Aufgrund der hohen Nachfrage ist der Verkauf auf maximal acht Eintrittskarten pro Person begrenzt.

    Die Premiere des neuen Theaterstücks ist am Freitag 01.05.2026, 19.00 Uhr, in der Kulturstätte Morsbach, Hahner Straße, statt. Die weiteren Aufführungstermine des Theaterstücks sind:

    Samstag 02.05.2026, 17.00 Uhr, Sonntag 03.05.2026, 16.00 Uhr, Donnerstag 07.05.2026, 19.00 Uhr, Freitag 08.05.2026, 19.00 Uhr und Samstag 09.05.2026, 17.00 Uhr.

    Der Einlass in die Kulturstätte erfolgt 1 Stunde vor der jeweiligen Aufführung. Im Anschluss an die Vorstellungen lädt die Theatergruppe alle Zuschauer und Theaterfreunde herzlich dazu ein, den Abend bei einem gemütlichen Beisammensein im Foyer der Kulturstätte ausklingen zu lassen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

    WICHTIGE ÄNDERUNG:

    Der Verkauf der verbleibenden Rest-Eintrittskarten erfolgt an den zwei aufeinanderfolgenden Samstagen 07.03. und 14.03.2026 jeweils von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr an der dafür „neu eingerichteten Verkaufsstelle“ auf dem Rathausplatz. Wir bitten um Verständnis, dass im Vorfeld keine Reservierungen entgegengenommen werden können. (DK/CB-26.01.26)

    Im Mai heißt es wieder „Vürhang op“ für die Theatergruppe Morsbach. Archivfoto: Christoph Buchen

    „Das Morsbacher Bahnhofmodell ist ein Stück Zeitgeschichte“

    Noch bis in die 1950er Jahre befuhren Dampflokomotiven die Strecke von Waldbröl nach Morsbach und haben damals Gerhard Schulz inspiriert, ein Modell des Morsbacher Bahnhofs anzufertigen. „Etwa im Jahr 1958 fertigte mein Vater den Bahnhofnachbau im Maßstab 1:87 aus Sperrholz an als Teil unserer Modell-Eisenbahnanlage der Marke Märklin H0“, erinnerte sich Prof. Dr. Günther Schulz kürzlich bei einem Treffen im Morsbacher Kulturbahnhof.

    Er und seine Schwester Renate Hipp, geborene Schulz, hatten dem Heimatverein Morsbach das Bahnhofmodell des Vaters geschenkt. „Wir wohnten in den 1950er Jahren unmittelbar gegenüber des Bahnhofs“, erzählte Schulz, der heute in Bad Honnef wohnt. „Das Bahnhofgelände war unser Spielplatz. Viele Jahre hat das Modell allerdings bei mir im Keller gestanden. Aber meine Schwester und ich meinen, dass es wieder nach Morsbach gehört.“

    Werner Schuh, Vorsitzender des Heimatvereins, bedankte sich für das Geschenk und erzählte, dass der Vereinsvorstand entschieden habe, das Modell als Dauerleihgabe der Gemeinde Morsbach zur Ausstellung im renovierten Kulturbahnhof zu überlassen. Der Verein hatte dafür auch gleich eine passende Glasvitrine gekauft und zwei Info-Tafeln über die Morsbacher Eisenbahngeschichte anfertigen lassen.

    Schuh erinnerte auch daran, dass es dem Heimatverein Morsbach maßgeblich zu verdanken ist, dass das denkmalgeschützte Bahnhofgebäude erhalten geblieben ist. Mit einer Resolution an den Gemeinderat und die zuständigen Denkmalbehörden hatte der Verein im Jahr 2013 den Erhalt des Gebäudes vor dem drohenden Verfall und die sofortige Sanierung gefordert, dem dann auch entsprochen wurde. „Mit dem Modell wird ein Stück Morsbacher Eisenbahngeschichte dokumentiert“, meinte Schuh.

    Bei dem Übergabetreffen im Kulturbahnhof bedankte sich Bürgermeister Jan Schumacher bei der Familie Schulz für die Dauerleihgabe und beim Heimatverein für das langjährige und vielfältige Engagement. „Das Modell passt gut in den Kulturbahnhof, wo sich die Leute treffen und ins Gespräch kommen. Es ist ein Stück Zeitgeschichte“, meinte er. Die Objektmanagerin des Bahnhofs, Nadja Schwendemann, ergänzte, dass das Modell noch beleuchtet werden soll.

    Dr. Paul-Heiner Deipenbrock, Morsbacher Tierarzt im Ruhestand und leidenschaftlicher Modell-Eisenbahnbauer, hat im Übrigen das Bahnhofmodell mit allerlei Details originalgetreu und lebendig aufgepeppt und gestaltet. So hat er beispielsweise Schienen hinzugefügt, eine historische Dampflok der Baureihe 167, Personen-Waggons, Holzrungen-Wagen, ein Pferdefuhrwerk und einen gelben Postomnibus besorgt und hinzugefügt. Marianne und Ludger Rosenthal vom Vorstand des Heimatvereins haben die Vitrine besorgt.

    Prof. Dr. Günther Schulz ist ein bekannter Sozial- und Wirtschaftshistoriker, wurde 1950 in Morsbach geboren, hat auf dem Hollenberg-Gymnasium in Waldbröl Abitur gemacht, in Bonn Geschichte und Germanistik studiert, wurde 1977 promoviert und hat sich 1990 habilitiert. Schulz war unter anderem Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität zu Köln und Dekan der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er war lange Vorsitzender des Beirats der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats vom „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Einen Namen hat sich Schulz mit zahlreichen Aufsätzen und Büchern gemacht. Unter anderem veröffentlichte er 2007 einen Band über Konrad Adenauer als Kölner Oberbürgermeister von 1917 bis 1933. (CB-11.12.25)

    Bei der Übergabe des Bahnhofmodells (v.r.n.l.): Werner Schuh, Nadja Schwendemann, Jan Schumacher, Prof. Dr. Günther Schulz sowie Marianne und Ludger Rosenthal. Fotos: Christoph Buchen

    Baum-Challenge

    Der Heimatverein Morsbach und die Theatergruppe „Vürhang up“ wurden bei der Baum-Challenge vom Gemeindekulturverband Morsbach nominiert. Wir haben am 07.10.2025 auf der Streuobstwiese an der Heiderhardt bei Solseifen zwei Bergische Obstbäume gepflanzt, einen Boskopp und eine Butterbirne.

    Der Heimatverein nominierte als nächste die Kolpingjugend Morsbach und den SV Morsbach, Abteilung Tennis, die Theatergruppe die Oberbergische Bläserphilharmonie sowie die Kappesköppe/Kappesjesechter, ebenfalls innerhalb einer Woche je einen Baum zu pflanzen. Foto: C. Buchen (CB-07.10.25)

     

    Reisegruppe strandet mit der Bahn in Kömpel

    Turbulent-vergnügliche Theateraufführungen

    Am 16. Mai 2025 hieß es wieder „Vürhang op“, und die gleichnamige Theatergruppe des Heimatvereins Morsbach präsentierte in der Kulturstätte ihr neustes Stück mit dem Titel „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“. Über Wochen hatte das Ensemble die Bahnhofs-Komödie in drei Akten von Autorin Winnie Abel einstudiert.

    Schauplatz war eine alte Wartehalle, die die fleißigen Bühnenbauer der Theatergruppe aufwändig und originell hergerichtet hatten. Die Zuschauer erlebten eine turbulent vergnügliche Premiere, der noch fünf weitere, ebenfalls ausverkaufte Aufführungen folgen sollten.

    Die Handlung: Der ICE 6948 muss einen außerplanmäßigen Halt einlegen, und die Fahrgäste landen auf dem trostlosen Provinzbahnhof in Kömpel, ohne Handyempfang, Taxi und Aussicht auf Weiterfahrt. Stattdessen erfahren sie, dass unter den Fahrgästen womöglich ein Psychopath ist, und ein witziges Nervenchaos nimmt seinen Lauf.

    Die Mitreisenden bei dieser spannenden Bahn-Odyssee sind zunächst die Mitglieder eines trinkfreudigen Kegel-Clubs. Die quirligen Kegelschwestern, dargestellt von Ingrid Diederich, Brigitte Kötting und Birgit Leidig, und das lästernde Kegelbrüderchen (Carsten Stockburger) geben sich anfangs noch sehr ausgelassen.

    Wären da nicht noch eine gehetzte Businessfrau (Nicole Selhorst), ein eigenwilliger Verschwörungstheoretiker (Dirk Kamieth), eine abgedrehte Motivationstrainerin (Dagmar Hombach) und ein sich ständig streitendes Ehepaar (Melissa Braun und Horst-Jürgen Kaufmann), die die Provinzidylle permanent stören.

    Hinzu kommen noch der Landstreicher Reinhold (Uwe Mauelshagen) und der überkorrekte Polizeibeamte Konrad (Kevin Brast), der auf der Suche nach einer entflohenen Psychiatriepatientin (zweite Rolle von Ingrid Diederich) ist. Verwirrung stiftet auch stets der Bahnbeamte (Karl-Josef „Kauert“ Reifenrath) mit seinen Lautsprecherdurchsagen. Nach einigen Verdächtigungen wendet sich am Ende alles wieder zum Guten. Die Zuschauer spendeten jedenfalls kräftigen Applaus.

    Die Komödie unter der Regie von Norbert Kötting war wieder gespickt mit amüsanten Wortspielereien, Situationskomik und markigen Sprüche, oft in Müeschbejer Platt. Für Maske und Frisuren zeichneten Marion Klein und Gerda Kleusberg verantwortlich.

    Zum Fortbestand des Spielbetriebs sucht die Theatergruppe noch weitere Darstellerinnen und Darsteller sowie Bühnenbauer. Interessenten können sich gerne bei Dirk Kamieth, Tel. 02294/7948, melden. (CB-17.05.25)

    Fotos von der Theateraufführung, aufgenommen von Christoph Buchen, finden Sie nachfolgend.