Gelungener „Müeschbejer Oowend“ zum 130-jährigen Bestehen
Heimatverein kürte Lisa Bauer zum „Müeschbejer Määdchen 2026“
Der Heimatverein Morsbach ist zwar schon 130 Jahre alt, hat aber ein verjüngtes Vorstandsteam, das am 24. Oktober 2026 im Gertrudisheim mit einem gelungenen „Müeschbejer Oowend“ seine Premiere gefeiert hat.
Ehrenvorsitzender Werner Schuh hielt zunächst einen Rückblick auf die wechselvolle Geschichte des Heimatvereins. „Der Verein hat das Ortsbild Morsbachs mitgeprägt“, stellte er fest und zählte zahlreiche Aktivitäten auf. Alleine in diesem Jahr habe der Verein drei Waldsofas, einen Fotorahmen und ein Sonnensegel aufgestellt.
Dirk Fassbender, seit 2026 neuer Vorsitzender, würdigte die Arbeit seines Vorgängers, der ihm „einen tollen Verein übergeben hat“. Er freute sich über einen voll besetzten Saal und kündigte ein abwechslungsreiches Programm an. Sein Bruder Frank Fassbender übernahm sodann die Moderation des Abends.
Auf einer Leinwand wurden zwischendurch immer wieder Bilder der bisherigen 12 Trägerinnen und Träger der Auszeichnung „Müeschbejer Määdchen“ und „Müeschbejer Jong“ gezeigt, von der ersten Ehrung im Jahr 2000 an.
Eisbrecher war die Kindergarde der Karnevalsgesellschaft Morsbach. Manuel Puhl, Sprecher der Garde, kündigte die kleinen Nachwuchstänzer mit der Uraufführung ihres neuen Sessionstanzes an. Wie immer bekamen die Kleinen, angeführt vom Speiß Matti Puhl, tosenden Applaus. Frank Fassbender sagte am Ende: „Die Kindergarde ist die Zukunft der KG Morsbach.“.
Zauberer Hans-Jürgen Kellner präsentierte Tricks mit Seilen und Ringen und ließ einen Tisch schweben. Assistiert wurde er dabei von Lidija Schmallenbach und Bürgermeister Jan Schumacher. Mit seiner Puppe Hans führte Bauchredner Kellner lustige Dialoge.
Auch die Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins war wieder mit von der Partie. Bei einem Improvisationstheater mit dem Märchenspiel Aschenputtel stellten die neun Schauspieler ihre Spontanität unter Beweis.
Der Auftritt der Wolpertinger stand unter dem Motto „Gefängnisausbruch“. Die Tanzgruppe ist 2026 genau 40 Jahre alt geworden und hat noch nichts an ihrer Vitalität verloren.
Krätzchengesang und Wortwitz brachten „Die Zwei von der Eierquell“, Michael Hoberg und Frank Rinscheid, mit auf die Bühne. Beide hielten einen zweistimmigen, humorvollen Rückblick auf kuriose Ereignisse in der „Republik“ Morsbach und kündigten zum Beispiel an, dass künftig die Kollekte in der Basilika St. Gertrud nicht mehr vom Kirchenschweizer eingesammelt, sondern per Scanner am Ausgang vom Girokonto abgebucht wird.
Einer der Höhepunkte des Abends war der Auftritt der Band „Bel Kantholz“. Mit „Wir bauen ein Lokal für alle Mann“ unterbreiteten Eintracht-Jugend gesanglich einen Vorschlag, wie die Gewerbebrache oberhalb des Bahnhofs sinnvoll genutzt werden kann. Natürlich gab die Band auch wieder Ohrwürmer zum Besten.
Schließlich kündigte Moderator Frank Fassbender einen „Doppelwumms“ mit Blasmusik und Karneval an. Mit „Echte Fründe“ marschierten zunächst der „Musikverein Lichtenberg“ und „Klangwerk Morsbach“ unter dem Dirigenten Christian Böhmer in den Saal ein. Gemeinsam spielten sie ein Potpourri aus kölschen Stimmungsliedern. Als das Publikum bereits vor Begeisterung stand und mit klatschte, leiteten die Musiker auch gleich den Einmarsch der Karnevalsgesellschaft Morsbach ein mit den Garden, dem KG-Vorstand, Sitzungspräsident Dominik Mauelshagen und natürlich mit der noch amtierenden Prinzessin Liya I. aus dem Hause Bukowski. Sie freute sich riesig, den krönenden Abschluss ihrer Session beim Müeschbejer Oowend begehen zu können, ehe am 14. November der neue Prinz in der Kulturstätte proklamiert wird. Dominik Mauelshagen gab noch einen Ausblick auf die kommende Session.
Nach den Auftritten der Garde „Blau-Weiß“ und der Funkengarde mit ihren flotten Tänzen leitete Moderator Frank Fassbender zum eigentlichen Höhepunkt des Abends über, der
Verleihung der Ehrenbezeichnung „Müeschbejer Määdchen 2026“ an Lisa Bauer. In der Laudatio zählten Werner Schuh und Dirk Fassbender die ehrenamtlichen Verdienste der 63-jährigen Morsbacherin auf.
Lisa Bauer trat vor fast 40 Jahren dem NABU Morsbach bei und hob 1992 die Kindergruppe und 2011 die Jugendgruppe mit aus der Taufe. Seitdem führte sie mit dem Naturschutznachwuchs zahlreiche Aktionen durch. „Wie viele Kinder sie in all den Jahren für den Naturschutz sensibilisiert hat, weiß sie wohl selber nicht genau“, hieß es in der Laudatio. Fassbender fuhr fort: „Vielleicht mögen es 200 oder gar 250 Kinder gewesen sein? Lisa Bauer weiß jedenfalls stets, wofür sich Kinder begeistern lassen“.
Auch im kulturellen Bereich und in der Brauchtumspflege spielte Lisa Bauer eine Rolle. So trat sie mit ihrem Kegelclub bei Karnevalssitzungen auf und nahm an Rosenmontagszügen und Schubkarrenrennen teil. Ehrenamtlich half das neue „Müeschbejer Määdchen“ jüngst einer Flüchtlingsfamilie mit zwei kleinen Kindern aus Eritrea bei der Anerkennung und Eingliederung. Sichtlich überrascht nahm Lisa Bauer die Urkunde und die von der Künstlerin Christiane Vogel mit ihrem Konterfei gestaltete Puppe entgegen. Die so geehrte bedankte sich bewegt für die Auszeichnung.
Vorsitzender Dirk Fassbender dankte den zahlreichen Helfern, die zum Gelingen des erfolgreichen, vierstündigen Programms beigetragen haben. Den Aktiven des Damenelferrates Wendershagen überreichte er für das Kellnern einen Blumenstrauß. (CB-25.10.26)
Alle Fotos: Christoph Buchen
Heimatverein weihte bei Kneipentour zwei neue Waldsofas ein
Rund 50 Personen nahmen am 10. Oktober 2026 an der ersten Kneipenwanderung des Heimatvereins Morsbach teil. Dabei wurden unterwegs gleich zwei neue Waldsofas eingeweiht.
Gut gelaunt startete die Wandergruppe am Bistro „Alt Morsbach“. Zunächst ging es hinauf auf den Hausberg der Morsbacher, die Hohe Hardt. Am Fuße des Aussichtsturms hat der Heimatverein ein weiteres Waldsofa installiert.
Beim dortigen Zwischenstopp begrüßte der erste Vorsitzende des Heimatvereins, Dirk Fassbender, die Wandergruppe und auch Bürgermeister Jan Schumacher. Fassbender freute sich, dass die Wanderer mittlerweile von drei Waldsofas aus den Panoramablick auf Morsbach und das Wissertal genießen können. „Das Bermuda-Dreieck von Morsbach“, meinte er und dankte allen, die dazu beigetragen haben.
Das erste Waldsofa wurde im Frühjahr auf dem Heider Berg eingeweiht, das zweite jetzt am Fuß des Aussichtsturms und das dritte auf dem gegenüberliegenden „Huerschoss“ (Höferhof). Auch Bürgermeister Jan Schumacher freute sich über die neuen Sitzgelegenheiten; sie seien ein Gewinn für die Gemeinde. „Die Waldsofas machen Morsbach etwas lebendiger und wertvoller“, sagte er.
Doch der Bürgermeister sprach auch ein ernstes Thema an, das Kneipen- und Restaurantsterben. „Unsere Gastronomie ist mehr als Essen und Trinken. Sie ist auch ein Stück Gemeinschaft und Lebensqualität“, meinte er. „Gut, dass der Heimatverein mit seiner Kneipentour darauf hinweist!“ Beim Bergfest am Aussichtsturm gab es auch eine Erfrischung: 30 Liter Freibier hatte die Erzquell-Brauerei gespendet.
Weiter ging die Kneipenwanderung „Zum Backes“ in Alzen und schließlich „Zur alten Kapelle“ in Birken-Honigsessen. Nach einer zünftigen Einkehr dort hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, mit dem Linienbus wieder zurück nach Morsbach zu fahren. Die verschiedenen Stationen boten reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. (CB-12.10.26)
Bei der Kneipenwanderung wurde am Fuß dex Aussichtsturms ein weiteres Waldsofa eingeweiht. Bürgermeister Jan Schumacher (re.) und der Vorsitzende des Heimatvereins, Dirk Fassbender (stehend li), freuten sich über die neue Sitzgelegenheit. Foto: K. Rechenberger
10.10.2026: Kneipentour mit dem Heimatverein Morsbach
Gemeinsam unterwegs mit Freunden und Bekannten
Der Heimatverein Morsbach e.V. wird in diesem Jahr 130 Jahre alt. Das ist schon etwas Besonderes und ein guter Grund, gemeinsam zu feiern. 130 Jahre Heimatverein bedeutet auch 130 Jahre Morsbacher Geschichte, Tradition und viele Menschen, die sich für unseren Verein und unsere Heimat eingesetzt haben. Das möchte der Vorstand in diesem Jubiläumsjahr natürlich gemeinsam mit Ihnen feiern. Dazu sind drei Veranstaltungen vorbereitet worden, eine Kneipentour am 10. Oktober, der Müeschbejer Oowend am 24. Oktober und die Oldie-Live-Night am 14. November.
Zunächst heißt es also: Freunde zusammentrommeln, gemeinsam losziehen und einen geselligen Nachmittag verbringen. Der Heimatverein lädt zur Kneipentour am Samstag, 10. Oktober 2026 ein. Die Wanderung startet um 15.00 Uhr am Bistro „Alt Morsbach“. Von dort führt die sieben Kilometer lange Tour zum „Bergfest“ am Aussichtsturm auf der Hohen Hardt, zu „Rosi“ nach Alzen und schließlich „Zur Alten Kapelle“ in Birken-Honigsessen.
Ob mit Freunden, der Stammtischrunde, den Vereinskollegen oder einfach spontan – willkommen ist jeder, der Lust auf Bewegung, gute Gespräche und das ein oder andere Kaltgetränk hat. Freuen Sie sich auf einen geselligen Nachmittag und Abend mit guten Gesprächen, netten Begegnungen und natürlich dem einen oder anderen gemeinsamen Getränk. Gegen 20.00 Uhr besteht die Möglichkeit, ab Birken-Honigsessen wieder mit dem Bus zurück nach Morsbach zu fahren.
Also: Runde zusammentrommeln, Schuhe an und gemeinsam los!
Anmeldung: heimatverein-morsbach@web.de (CB-21.08.26)
24.10.2026: Großer Müeschbejer Oowend
Am 24. Oktober 2026, 19.00 Uhr, lädt der Heimatverein Morsbach wieder zum „Großen Müeschbejer Oowend“ ins Gertrudisheim ein. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass zu feiern: 130 Jahre Heimatverein Morsbach!
Höhepunkt des Abends wird die mittlerweile 13. Verleihung des „Müeschbejer Määdchen“ oder „Müeschbejer Jong“ sein. Mit dieser besonderen Auszeichnung wird eine Person aus der Gemeinde geehrt, die sich ehrenamtlich engagiert oder sich durch ihr kulturelles oder sportliches Wirken in der Gemeinde besonders hervorgetan hat. Hierbei wird wieder eine eigens für diesen Anlass gestaltete Puppe überreicht. Wer in diesem Jahr ausgezeichnet wird, bleibt natürlich bis zum großen Moment ein Geheimnis.
Auch auf der Bühne ist zudem jede Menge los: Die Wolpertinger, Mini-Wolpertinger, die Theatergruppe, Morsbacher Musikvereine und die Karnevalsgesellschaft Morsbach sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Und natürlich darf auch „Bel Kantholz“ nicht fehlen – mit musikalischen Überraschungen ist wieder zu rechnen.
Der Eintritt ist frei! Einlass ist ab 18.00 Uhr. Also: Termin vormerken und gemeinsam mit uns 130 Jahre Heimatverein Morsbach feiern! (CB-21.08.26)
14.11.2026: Der Heimatverein lädt zur Oldie-Live-Night ein
Zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen „130 Jahre Heimatverein“ gibt es noch einmal ordentlich Musik auf die Ohren: Der Heimatverein Morsbach lädt zur Oldie-Live-Night am Samstag, 14. November 2026, 19.00 Uhr, ins Gertrudisheim Morsbach ein. Einlass ist ab 18.00 Uhr. Es spielt die Cover- und Old-School-Band „Verdammt echt“. Freuen Sie sich auf bekannte Oldies, gute Stimmung und einen schönen Abend.
Für Mitglieder kostet die Eintrittskarte nur 5,00 Euro. Jedes Mitglied kann bis zu zehn Karten zum Mitgliederpreis kaufen. Der reguläre Eintrittspreis beträgt 10,00 Euro.
Kartenbestellung: heimatverein-morsbach@web.de oder an der Abendkasse (CB-21.08.26)
Trauer um einen „Müeschbejer Jongen“
Dorforiginal Herbert Stausberg gestorben
Herbert Stausberg, ein bekanntes Morsbacher Original, ist am 14. Juni 2026 im Alter von 89 Jahren gestorben. Der gelernte Metzgermeister und langjährige Gastwirt hat sich über viele Jahrzehnte ehrenamtlich in Morsbach engagiert. Über 30 Jahre wirkte er im Vorstand der Kolpingsfamilie Morsbach mit, davon trug er alleine von 1976 bis 1984 als Vorsitzender die Verantwortung für den Verein. In dieser Zeit war er auch Initiator des Seniorenkreises.
1986 markierte Stausberg den „Gipfel der Republik“, die höchste Erhebung der Gemeinde Morsbach, mit einem dicken, historischen Grenzstein, der heute noch Ziel von Wanderern ist. Seine Idee war es auch, 2015 den „Höllensteig“ die Jähhardt hinauf bis zum Aussichtsturm einzurichten. Heute weisen noch zwei Basaltstelen den Fußweg auf den Hausberg der Morsbacher.
Maßgeblichen Einfluss hat Herbert Stausberg vor allem in den 1970er und 1980er Jahren auf die Gestaltung des historischen Morsbacher Oberdorfes mit der Fachwerkkulisse genommen. Auf seine Anregung hin sind die historischen Altstandlaternen aufgestellt und 1991 der Koboldbrunnen mit dem „Manneken Pis“ vor dem Wirtshaus „Zur Republik“ errichtet worden.
Die Gaststätte im Fachwerkstil, die für einige Morsbacher einst auch als Kultkneipe galt, hatte er 1985 eröffnet und bis 2012 zusammen mit seiner Frau geführt. In dieser Zeit ist auch sein Spitzname „Der Knoorz“ entstanden, wie sich Stausberg auf seinen Bierdeckeln selber scherzhaft bezeichnete. Dadurch wurde er auch über die Grenzen der Gemeinde Morsbach hinaus bekannt.
Für seine Verdienste um das Gemeinwohl verlieh ihm der Heimatverein Morsbach 2008 den Ehrentitel „Müeschbejer Jong“. Im gleichen Jahr erhielt er auch den goldenen Meisterbrief als Metzgermeister. Der heimatverbundene Morsbacher erzählte gerne Anekdoten und Details aus der Geschichte der „Republik“. Die Trauermesse für Herbert Stausberg findet am 25. Juni 2026, 15.00 Uhr, in der Pfarrkirche Morsbach statt. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof. (CB-17.06.26)
Herbert Stausberg bei der Verleihung des Ehrentitels „Müeschbejer Jong“. Foto: Christoph Buchen
Banküberfall mit Hindernissen
Theatergruppe glänzte mit tollen Aufführungen
„Es gibt momentan so viel Driss auf der Welt – da möchten wir Ihnen heute Abend ein Lachen ins Gesicht zaubern!“ Mit diesen Worten begrüßte kürzlich der Spielleiter und Regisseur der Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins Morsbach die Zuschauer. Insgesamt sechs Mal stand das 15-köpfige Ensemble Anfang Mai auf der Bühne der Kulturstätte, um den Dreiakter „Hände hoch, wie sch(l)ießen!“ von Regina Harlander aufzuführen. Der kräftige Beifall des Publikums bestätigte den Laiendarstellern, dass sich die achtmonatigen Proben gelohnt haben. Und es wurde in der Tat viel Gelacht.
Der Inhalt der Komödie ist schnell erzählt. Der Sparbank in Morsbach droht nach einer desaströsen Kundenumfrage die Schließung. Die beiden Bankangestellten Betty Klein (gespielt von Dagmar Hombach) und Melanie Geschwind (Nicole Selhorst) sowie der Filialleiter Gustav Eisenreich (Jens Mauelshagen) bangen daher um ihren Job.
Sie sagen sich: Wenn wir schon Pleite gehen, dann bitte öffentlich. Mit Raumpflegerin Reinhilde Reinlich (Ingrid Diederich) und dem ständig klammen Pechvogel Fritz (Uwe Mauelshagen) planen sie einen fingierten Banküberfall als PR-Gag, der allerdings in die Hose geht, weil die Technik versagt.
Der neugierige Hausvermieter Anton Hurtig (Carsten Stockburger), die gut betuchte Frau von Reichenstein (Birgit Leidig), der Konkurrenzbanker von der Reifenbank August Geldbacher (Horst-Jürgen Kaufmann) und die brutale Personalchefin der Sparbank Martha Pfahl (doppelt besetzt mit Sabrina Schneider und Melissa Braun) mit ihrem Assistenten Johannes Kraut (Kevin Brast) sorgen mit urkomischen Situationen für allerlei Verwirrungen und Chaos. Im Finale wendet sich aber alles wieder zum Guten.
Toller kurzer Gag am Ende: Das Publikum hört laute Bohrgeräusche. Dann öffnet sich am vorderen Bühnenrand plötzlich ein rundes Loch und heraus kriechen vier maskierte Bankräuber, die sofort Fersengeld geben und den Saal fluchtartig verlassen. Hinter den Bankräubermasken verbargen sich Karl-Josef „Kauert“ Reifenrath, Brigitte Kötting, Jonas Holschbach und Mathias Effenberg. Der Beifall des Publikums war ihnen sicher.
Spielleiter Dirk Kamieth dankte zum Schluss Souffleuse Bettina Grabowski, der „Maske“ Marion Klein und Gerda Kleusberg sowie allen, die zum Gelingen der Aufführungen beigetragen haben. Die nachfolgenden Fotos wurden von Christoph Buchen aufgenommen. (CB-09.05.26)
Sonnenschutz für die jüngste Generation
Heimatverein weihte neues Sonnensegel im Kurpark ein
Bisher waren Kleinkinder der prallen Sonne ausgesetzt, wenn sie auf dem gut frequentiertem Sandspielplatz im Morsbacher Kurpark mit Wasser und Sand matschten. Das fiel auch Marianne Rosenthal vom Heimatverein auf, als sie vergangenes Jahr mit ihren Enkelkindern dort zu Besuch war. Dabei hatte sie kurz vorher noch in den Nachrichten gehört, dass Ärzte vor dem Aufenthalt in der direkten Sonne warnten.
Das muss sich ändern, sagte sich Marianne Rosenthal und schlug ihren Vorstandskollegen vom Heimatverein vor, ein Sonnensegel für den beliebten Spielplatz zu sponsern, das dann den notwendigen Schatten spenden sollte. Die Idee fand auch prompt die Zustimmung des gesamten Vorstandes. Auch die Gemeinde Morsbach als Grundstückseigentümerin erteilte sofort die Genehmigung zur Errichtung eines Segels.
Am 04.05.2026 konnten daher der Vorsitzende des Heimatvereins Morsbach, Dirk Fassbender, und Bürgermeister Jan Schumacher sowie weitere Vorstandsmitglieder feierlich das rote Band durchschneiden und das neue Segel seiner Bestimmung übergeben. Fassbender betonte dabei, dass dadurch auch dem Rat der Ärzte gefolgt wird und die jüngste Generation jetzt vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt wird.
Bürgermeister Schumacher dankte dem Heimatverein für die tolle Initiative, sind doch die Sommermonate in den letzten Jahren immer heißer geworden. Er glaubt, dass das Sonnensegel außerdem zur Aufenthaltsqualität der Besucher im Kurpark beitragen wird, sowohl bei den Einheimischen als bei Gästen.
Das Sonnensegel ist gelb, dreieckig, hat eine Größe von 11 x 15 x 15 Metern und ist an drei verzinkten Stahlpfosten aufgehängt. Es besteht aus einem wasserdurchlässigen Netzgewebe mit UV-beständigem Garn, das speziell für den Outdoor-Bereich entwickelt wurde. Das Gewebe ist extrem wetterbeständig und somit perfekt für die Verwendung im Außenbereich.
Das Segel wurde ohne das Hinzugeben von schädlichen Materialien produziert. Es ist unter anderem PVC-frei und Baby-sicher, und es sollen daher keine Schadstoffe in die Luft oder ins Wasser gelangen. Das Netzgewebe ist somit unbedenklich für Gesundheit und Umwelt. Mehr als 97 % der schädlichen UV-Strahlung sollen durch den Stoff blockiert werden.
Die Gesamtkosten für das Sonnensegel belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Sie wurden durch Mitgliedsbeiträge des Heimatvereins Morsbach, Einnahmen der Theatergruppe und Spenden finanziert. (CB-04.05.26)
Dirk Fassbender, Vorsitzender (2.v.r.), Bürgermeister Jan Schumacher (Mitte) und weitere Mitglieder des Heimatvereins geben das neue Sonnensegel im Kurpark frei. Foto: Christoph Buchen
„Drei-Türme-Blick“ vom Waldsofa durch den Fotorahmen
Heimatverein Morsbach weihte neue Freizeiteinrichtungen ein
Morsbach ist umgeben von zahlreichen Wanderwegen und Hügeln, von denen aus der Wanderer interessante Panoramablicke genießen kann. Seit dem 12.04.2026 ist der Ausblick von einem der Hügel noch attraktiver geworden. Auf dem Heider Berg hat der Heimatverein ein neues, hölzernes Waldsofa und auch noch daneben einen Fotorahmen mit dem Schriftzug „Morsbach“ eingeweiht.
Ähnlich wie beim „Sywalk“ in der Jähhardt, den der Heimatverein 2022 gebaut hat, sollen die beiden neuen Freizeiteinrichtungen die touristische Erlebbarkeit des Morsbacher Berglandes ergänzen und bereichern, betonte Vorsitzender Dirk Fassbender bei der Einweihung. Waldsofa und Fotorahmen stehen am Rundwanderweg von Morsbach über Hahn und wieder zurück nach Morsbach.
Vom Heider Berg hat der Wanderer eine beeindruckende Fernsicht auf den Ort Morsbach und das Wisserbachtal. Ins Auge fallen dabei drei Türme, der stählerne Aussichtsturm, der historische Kirchturm der Basilika und der weiße Glockenturm des evangelischen Gemeindezentrums. Daher könnte man die Lage auch „Drei-Türme-Blick auf Morsbach“ bezeichnen, so Fassbender.
Die Gemeinde Morsbach ist Grundstückseigentümerin und hat dem Heimatverein die Erlaubnis zum Aufstellen der zwei neuen Freizeiteinrichtungen erteilt. Bürgermeister Jan Schumacher freute sich über die Aktivitäten des Heimatvereins und stellte fest: „Mit diesem Projekt ist ein weiterer attraktiver Ort in unserer Gemeinde entstanden, der zum Verweilen, zum Genießen der Aussicht auf Morsbach und für besondere Erinnerungsfotos einlädt. Gerade in einer Zeit, die oft von Hektik geprägt ist, sind solche Orte der Ruhe und Entschleunigung von besonderem Wert, sowohl für Einheimische als auch für Gäste.“
Das Waldsofa hat eine Liegefläche von 1,50 x 1.56 Meter und bietet bequem Platz für zwei Erwachsene. Die Fläche ist aus robustem Lärchenholz gefertigt. Der Fotorahmen ist drei Meter breit und zwei Meter hoch. Das zweischalige Rahmenprofil ist aus gekantetem Cortenstahlblech hergestellt. Oben drauf befindet sich der Schriftzug „Morsbach“. Durch den Rahmen können die Wanderer ein Erinnerungsfoto von Morsbach schießen oder sie stellen sich selber für ein Foto in den Rahmen.
Die Gesamtkosten von Waldsofa und Fotorahmen belaufen sich auf rund 5.000 Euro. Sie wurden durch Mitgliedsbeiträge, Einnahmen der Theatergruppe und Spenden finanziert.
Dirk Fassbender bedankte sich für die Unterstützung bei der Errichtung der neuen Freizeiteinrichtungen bei der Gemeinde Morsbach als Grundstückseigentümerin, beim Baufachbetrieb Safarik für die Planung der Fundamentarbeiten, beim Garten- und Landschaftsbau Stark für die Fundamentarbeiten, beim Baubetriebshof der Gemeinde für die Herrichtung der Fläche und bei der Metallbaufirma Leidig für die Anfertigung des Fotorahmens und die Montagearbeiten.
Der Heimatverein weist darauf hin, dass es am Heider Berg keine Park- und Wendemöglichkeiten gibt. Daher ist der Ausblick nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Fotos: Christoph Buchen (CB-13.04.26)
Bei der Einweihung des neuen Waldsofas und Fotorahmens auf dem Heider Berg: Bürgermeister Jan Schumacher (l.) und Dirk Fassbender, Vorsitzender des Heimatvereins (r.) schneiden ein Band durch.
1.Mai 2026: Familienwanderung mit dem Heimatverein Morsbach
Seit 1998 führt der Heimatverein Morsbach jeweils am 1. Mai eine Familienwanderung mit stets großer Beteiligung durch. Am 1. Mai 2026 heißt es wieder: Wir wandern mit dem Heimatverein. Alle heimat- und naturkundlich interessierten Familien und Einzelwanderer sind hierzu herzlich eingeladen.
Treffpunkt ist wieder pünktlich um 10.00 Uhr am Eingang des Kurparks. Von dort aus geht es über eine überwiegend Kinderwagen freundliche Strecke durch das idyllische Rossenbachtal und über Hahn zum Heider Berg. Dort hat der Heimatverein ein neues Waldsofa und einen Fotorahmen aufstellen lassen. Von hier kann man den Panoramablick auf Morsbach genießen. Weiter geht die Maiwanderung zurück nach Morsbach.
In diesem Jahr sind die Wanderer zum Schluss zu Gast im Tennishaus des SV Morsbach, Abteilung Tennis, in den Wisserauen. Über Mittag findet dort eine Bewirtung statt, und die Wanderer können den Tag bei Speis und Trank gemütlich ausklingen lassen. (CB-30.03.26) Archivfoto: C. Buchen














































































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