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    10.10.2026: Kneipentour mit dem Heimatverein Morsbach

    Gemeinsam unterwegs mit Freunden und Bekannten

    Der Heimatverein Morsbach e.V. wird in diesem Jahr 130 Jahre alt. Das ist schon etwas Besonderes und ein guter Grund, gemeinsam zu feiern. 130 Jahre Heimatverein bedeutet auch 130 Jahre Morsbacher Geschichte, Tradition und viele Menschen, die sich für unseren Verein und unsere Heimat eingesetzt haben. Das möchte der Vorstand in diesem Jubiläumsjahr natürlich gemeinsam mit Ihnen feiern. Dazu sind drei Veranstaltungen vorbereitet worden, eine Kneipentour am 10. Oktober, der Müeschbejer Oowend am 24. Oktober und die Oldie-Live-Night am 14. November.

    Zunächst heißt es also: Freunde zusammentrommeln, gemeinsam losziehen und einen geselligen Nachmittag verbringen. Der Heimatverein lädt zur Kneipentour am Samstag, 10. Oktober 2026 ein. Die Wanderung startet um 15.00 Uhr am Bistro „Alt Morsbach“. Von dort führt die sieben Kilometer lange Tour zum „Bergfest“ am Aussichtsturm auf der Hohen Hardt, zu „Rosi“ nach Alzen und schließlich „Zur Alten Kapelle“ in Birken-Honigsessen.

    Ob mit Freunden, der Stammtischrunde, den Vereinskollegen oder einfach spontan – willkommen ist jeder, der Lust auf Bewegung, gute Gespräche und das ein oder andere Kaltgetränk hat. Freuen Sie sich auf einen geselligen Nachmittag und Abend mit guten Gesprächen, netten Begegnungen und natürlich dem einen oder anderen gemeinsamen Getränk. Gegen 20.00 Uhr besteht die Möglichkeit, ab Birken-Honigsessen wieder mit dem Bus zurück nach Morsbach zu fahren.

    Also: Runde zusammentrommeln, Schuhe an und gemeinsam los!

    Anmeldung: heimatverein-morsbach@web.de (CB-21.08.26)

    24.10.2026: Großer Müeschbejer Oowend

    Am 24. Oktober 2026, 19.00 Uhr, lädt der Heimatverein Morsbach wieder zum „Großen Müeschbejer Oowend“ ins Gertrudisheim ein. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass zu feiern: 130 Jahre Heimatverein Morsbach!

    Höhepunkt des Abends wird die mittlerweile 13. Verleihung des „Müeschbejer Määdchen“ oder „Müeschbejer Jong“ sein. Mit dieser besonderen Auszeichnung wird eine Person aus der Gemeinde geehrt, die sich ehrenamtlich engagiert oder sich durch ihr kulturelles oder sportliches Wirken in der Gemeinde besonders hervorgetan hat. Hierbei wird wieder eine eigens für diesen Anlass gestaltete Puppe überreicht. Wer in diesem Jahr ausgezeichnet wird, bleibt natürlich bis zum großen Moment ein Geheimnis.

    Auch auf der Bühne ist zudem jede Menge los: Die Wolpertinger, Mini-Wolpertinger, die Theatergruppe, Morsbacher Musikvereine und die Karnevalsgesellschaft Morsbach sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Und natürlich darf auch „Bel Kantholz“ nicht fehlen – mit musikalischen Überraschungen ist wieder zu rechnen.

    Der Eintritt ist frei! Einlass ist ab 18.00 Uhr. Also: Termin vormerken und gemeinsam mit uns 130 Jahre Heimatverein Morsbach feiern! (CB-21.08.26)

    14.11.2026: Der Heimatverein lädt zur Oldie-Live-Night ein

    Zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen „130 Jahre Heimatverein“ gibt es noch einmal ordentlich Musik auf die Ohren: Der Heimatverein Morsbach lädt zur Oldie-Live-Night am Samstag, 14. November 2026, 19.00 Uhr, ins Gertrudisheim Morsbach ein. Einlass ist ab 18.00 Uhr. Es spielt die Cover- und Old-School-Band „Verdammt echt“. Freuen Sie sich auf bekannte Oldies, gute Stimmung und einen schönen Abend.

    Für Mitglieder kostet die Eintrittskarte nur 5,00 Euro. Jedes Mitglied kann bis zu zehn Karten zum Mitgliederpreis kaufen. Der reguläre Eintrittspreis beträgt 10,00 Euro.

    Kartenbestellung: heimatverein-morsbach@web.de oder an der Abendkasse (CB-21.08.26)

    Trauer um einen „Müeschbejer Jongen“

    Dorforiginal Herbert Stausberg gestorben

    Herbert Stausberg, ein bekanntes Morsbacher Original, ist am 14. Juni 2026 im Alter von 89 Jahren gestorben. Der gelernte Metzgermeister und langjährige Gastwirt hat sich über viele Jahrzehnte ehrenamtlich in Morsbach engagiert. Über 30 Jahre wirkte er im Vorstand der Kolpingsfamilie Morsbach mit, davon trug er alleine von 1976 bis 1984 als Vorsitzender die Verantwortung für den Verein. In dieser Zeit war er auch Initiator des Seniorenkreises.

    1986 markierte Stausberg den „Gipfel der Republik“, die höchste Erhebung der Gemeinde Morsbach, mit einem dicken, historischen Grenzstein, der heute noch Ziel von Wanderern ist. Seine Idee war es auch, 2015 den „Höllensteig“ die Jähhardt hinauf bis zum Aussichtsturm einzurichten. Heute weisen noch zwei Basaltstelen den Fußweg auf den Hausberg der Morsbacher.

    Maßgeblichen Einfluss hat Herbert Stausberg vor allem in den 1970er und 1980er Jahren auf die Gestaltung des historischen Morsbacher Oberdorfes mit der Fachwerkkulisse genommen. Auf seine Anregung hin sind die historischen Altstandlaternen aufgestellt und 1991 der Koboldbrunnen mit dem „Manneken Pis“ vor dem Wirtshaus „Zur Republik“ errichtet worden.

    Die Gaststätte im Fachwerkstil, die für einige Morsbacher einst auch als Kultkneipe galt, hatte er 1985 eröffnet und bis 2012 zusammen mit seiner Frau geführt. In dieser Zeit ist auch sein Spitzname „Der Knoorz“ entstanden, wie sich Stausberg auf seinen Bierdeckeln selber scherzhaft bezeichnete. Dadurch wurde er auch über die Grenzen der Gemeinde Morsbach hinaus bekannt.

    Für seine Verdienste um das Gemeinwohl verlieh ihm der Heimatverein Morsbach 2008 den Ehrentitel „Müeschbejer Jong“. Im gleichen Jahr erhielt er auch den goldenen Meisterbrief als Metzgermeister. Der heimatverbundene Morsbacher erzählte gerne Anekdoten und Details aus der Geschichte der „Republik“. Die Trauermesse für Herbert Stausberg findet am 25. Juni 2026, 15.00 Uhr, in der Pfarrkirche Morsbach statt. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof. (CB-17.06.26)

    Herbert Stausberg bei der Verleihung des Ehrentitels „Müeschbejer Jong“. Foto: Christoph Buchen

    Banküberfall mit Hindernissen

    Theatergruppe glänzte mit tollen Aufführungen

    „Es gibt momentan so viel Driss auf der Welt – da möchten wir Ihnen heute Abend ein Lachen ins Gesicht zaubern!“ Mit diesen Worten begrüßte kürzlich der Spielleiter und Regisseur der Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins Morsbach die Zuschauer. Insgesamt sechs Mal stand das 15-köpfige Ensemble Anfang Mai auf der Bühne der Kulturstätte, um den Dreiakter „Hände hoch, wie sch(l)ießen!“ von Regina Harlander aufzuführen. Der kräftige Beifall des Publikums bestätigte den Laiendarstellern, dass sich die achtmonatigen Proben gelohnt haben. Und es wurde in der Tat viel Gelacht.

    Der Inhalt der Komödie ist schnell erzählt. Der Sparbank in Morsbach droht nach einer desaströsen Kundenumfrage die Schließung. Die beiden Bankangestellten Betty Klein (gespielt von Dagmar Hombach) und Melanie Geschwind (Nicole Selhorst) sowie der Filialleiter Gustav Eisenreich (Jens Mauelshagen) bangen daher um ihren Job.

    Sie sagen sich: Wenn wir schon Pleite gehen, dann bitte öffentlich. Mit Raumpflegerin Reinhilde Reinlich (Ingrid Diederich) und dem ständig klammen Pechvogel Fritz (Uwe Mauelshagen) planen sie einen fingierten Banküberfall als PR-Gag, der allerdings in die Hose geht, weil die Technik versagt.

    Der neugierige Hausvermieter Anton Hurtig (Carsten Stockburger), die gut betuchte Frau von Reichenstein (Birgit Leidig), der Konkurrenzbanker von der Reifenbank August Geldbacher (Horst-Jürgen Kaufmann) und die brutale Personalchefin der Sparbank Martha Pfahl (doppelt besetzt mit Sabrina Schneider und Melissa Braun) mit ihrem Assistenten Johannes Kraut (Kevin Brast) sorgen mit urkomischen Situationen für allerlei Verwirrungen und Chaos. Im Finale wendet sich aber alles wieder zum Guten.

    Toller kurzer Gag am Ende: Das Publikum hört laute Bohrgeräusche. Dann öffnet sich am vorderen Bühnenrand plötzlich ein rundes Loch und heraus kriechen vier maskierte Bankräuber, die sofort Fersengeld geben und den Saal fluchtartig verlassen. Hinter den Bankräubermasken verbargen sich Karl-Josef „Kauert“ Reifenrath, Brigitte Kötting, Jonas Holschbach und Mathias Effenberg. Der Beifall des Publikums war ihnen sicher.

    Spielleiter Dirk Kamieth dankte zum Schluss Souffleuse Bettina Grabowski, der „Maske“ Marion Klein und Gerda Kleusberg sowie allen, die zum Gelingen der Aufführungen beigetragen haben. Die nachfolgenden Fotos wurden von Christoph Buchen aufgenommen. (CB-09.05.26)

    Sonnenschutz für die jüngste Generation

    Heimatverein weihte neues Sonnensegel im Kurpark ein

    Bisher waren Kleinkinder der prallen Sonne ausgesetzt, wenn sie auf dem gut frequentiertem Sandspielplatz im Morsbacher Kurpark mit Wasser und Sand matschten. Das fiel auch Marianne Rosenthal vom Heimatverein auf, als sie vergangenes Jahr mit ihren Enkelkindern dort zu Besuch war. Dabei hatte sie kurz vorher noch in den Nachrichten gehört, dass Ärzte vor dem Aufenthalt in der direkten Sonne warnten.

    Das muss sich ändern, sagte sich Marianne Rosenthal und schlug ihren Vorstandskollegen vom Heimatverein vor, ein Sonnensegel für den beliebten Spielplatz zu sponsern, das dann den notwendigen Schatten spenden sollte. Die Idee fand auch prompt die Zustimmung des gesamten Vorstandes. Auch die Gemeinde Morsbach als Grundstückseigentümerin erteilte sofort die Genehmigung zur Errichtung eines Segels.

    Am 04.05.2026 konnten daher der Vorsitzende des Heimatvereins Morsbach, Dirk Fassbender, und Bürgermeister Jan Schumacher sowie weitere Vorstandsmitglieder feierlich das rote Band durchschneiden und das neue Segel seiner Bestimmung übergeben. Fassbender betonte dabei, dass dadurch auch dem Rat der Ärzte gefolgt wird und die jüngste Generation jetzt vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt wird.

    Bürgermeister Schumacher dankte dem Heimatverein für die tolle Initiative, sind doch die Sommermonate in den letzten Jahren immer heißer geworden. Er glaubt, dass das Sonnensegel außerdem zur Aufenthaltsqualität der Besucher im Kurpark beitragen wird, sowohl bei den Einheimischen als bei Gästen.

    Das Sonnensegel ist gelb, dreieckig, hat eine Größe von 11 x 15 x 15 Metern und ist an drei verzinkten Stahlpfosten aufgehängt. Es besteht aus einem wasserdurchlässigen Netzgewebe mit  UV-beständigem Garn, das speziell für den Outdoor-Bereich entwickelt wurde. Das Gewebe ist extrem wetterbeständig und somit perfekt für die Verwendung im Außenbereich.

    Das Segel wurde ohne das Hinzugeben von schädlichen Materialien produziert. Es ist unter anderem PVC-frei und Baby-sicher, und es sollen daher keine Schadstoffe in die Luft oder ins Wasser gelangen. Das Netzgewebe ist somit unbedenklich für Gesundheit und Umwelt. Mehr als 97 % der schädlichen UV-Strahlung sollen durch den Stoff blockiert werden.

    Die Gesamtkosten für das Sonnensegel belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Sie wurden durch Mitgliedsbeiträge des Heimatvereins Morsbach, Einnahmen der Theatergruppe und Spenden finanziert. (CB-04.05.26)

    Dirk Fassbender, Vorsitzender (2.v.r.), Bürgermeister Jan Schumacher (Mitte) und weitere Mitglieder des Heimatvereins geben das neue Sonnensegel im Kurpark frei. Foto: Christoph Buchen

    „Drei-Türme-Blick“ vom Waldsofa durch den Fotorahmen

    Heimatverein Morsbach weihte neue Freizeiteinrichtungen ein

    Morsbach ist umgeben von zahlreichen Wanderwegen und Hügeln, von denen aus der Wanderer interessante Panoramablicke genießen kann. Seit dem 12.04.2026 ist der Ausblick von einem der Hügel noch attraktiver geworden. Auf dem Heider Berg hat der Heimatverein ein neues, hölzernes Waldsofa und auch noch daneben einen Fotorahmen mit dem Schriftzug „Morsbach“ eingeweiht.

    Ähnlich wie beim „Sywalk“ in der Jähhardt, den der Heimatverein 2022 gebaut hat, sollen die beiden neuen Freizeiteinrichtungen die touristische Erlebbarkeit des Morsbacher Berglandes ergänzen und bereichern, betonte Vorsitzender Dirk Fassbender bei der Einweihung. Waldsofa und Fotorahmen stehen am Rundwanderweg von Morsbach über Hahn und wieder zurück nach Morsbach.

    Vom Heider Berg hat der Wanderer eine beeindruckende Fernsicht auf den Ort Morsbach und das Wisserbachtal. Ins Auge fallen dabei drei Türme, der stählerne Aussichtsturm, der historische Kirchturm der Basilika und der weiße Glockenturm des evangelischen Gemeindezentrums. Daher könnte man die Lage auch „Drei-Türme-Blick auf Morsbach“ bezeichnen, so Fassbender.

    Die Gemeinde Morsbach ist Grundstückseigentümerin und hat dem Heimatverein die Erlaubnis zum Aufstellen der zwei neuen Freizeiteinrichtungen erteilt. Bürgermeister Jan Schumacher freute sich über die Aktivitäten des Heimatvereins und stellte fest: „Mit diesem Projekt ist ein weiterer attraktiver Ort in unserer Gemeinde entstanden, der zum Verweilen, zum Genießen der Aussicht auf Morsbach und für besondere Erinnerungsfotos einlädt. Gerade in einer Zeit, die oft von Hektik geprägt ist, sind solche Orte der Ruhe und Entschleunigung von besonderem Wert, sowohl für Einheimische als auch für Gäste.“

    Das Waldsofa hat eine Liegefläche von 1,50 x 1.56 Meter und bietet bequem Platz für zwei Erwachsene. Die Fläche ist aus robustem Lärchenholz gefertigt. Der Fotorahmen ist drei Meter breit und zwei Meter hoch. Das zweischalige Rahmenprofil ist aus gekantetem Cortenstahlblech hergestellt. Oben drauf befindet sich der Schriftzug „Morsbach“. Durch den Rahmen können die Wanderer ein Erinnerungsfoto von Morsbach schießen oder sie stellen sich selber für ein Foto in den Rahmen.

    Die Gesamtkosten von Waldsofa und Fotorahmen belaufen sich auf rund 5.000 Euro. Sie wurden durch Mitgliedsbeiträge, Einnahmen der Theatergruppe und Spenden finanziert.

    Dirk Fassbender bedankte sich für die Unterstützung bei der Errichtung der neuen Freizeiteinrichtungen bei der Gemeinde Morsbach als Grundstückseigentümerin, beim Baufachbetrieb Safarik für die Planung der Fundamentarbeiten, beim Garten- und Landschaftsbau Stark für die Fundamentarbeiten, beim Baubetriebshof der Gemeinde für die Herrichtung der Fläche und bei der Metallbaufirma Leidig für die Anfertigung des Fotorahmens und die Montagearbeiten.

    Der Heimatverein weist darauf hin, dass es am Heider Berg keine Park- und Wendemöglichkeiten gibt. Daher ist der Ausblick nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Fotos: Christoph Buchen (CB-13.04.26)

    Bei der Einweihung des neuen Waldsofas und Fotorahmens auf dem Heider Berg: Bürgermeister Jan Schumacher (l.) und Dirk Fassbender, Vorsitzender des Heimatvereins (r.) schneiden ein Band durch.

    1.Mai 2026: Familienwanderung mit dem Heimatverein Morsbach

    Seit 1998 führt der Heimatverein Morsbach jeweils am 1. Mai eine Familienwanderung mit stets großer Beteiligung durch. Am 1. Mai 2026 heißt es wieder: Wir wandern mit dem Heimatverein. Alle heimat- und naturkundlich interessierten Familien und Einzelwanderer sind hierzu herzlich eingeladen.

    Treffpunkt ist wieder pünktlich um 10.00 Uhr am Eingang des Kurparks. Von dort aus geht es über eine überwiegend Kinderwagen freundliche Strecke durch das idyllische Rossenbachtal und über Hahn zum Heider Berg. Dort hat der Heimatverein ein neues Waldsofa und einen Fotorahmen aufstellen lassen. Von hier kann man den Panoramablick auf Morsbach genießen. Weiter geht die Maiwanderung zurück nach Morsbach.

    In diesem Jahr sind die Wanderer zum Schluss zu Gast im Tennishaus des SV Morsbach, Abteilung Tennis, in den Wisserauen. Über Mittag findet dort eine Bewirtung statt, und die Wanderer können den Tag bei Speis und Trank gemütlich ausklingen lassen. (CB-30.03.26) Archivfoto: C. Buchen

    Heimatverein weiht Waldsofa und Fotorahmen ein

    Am Sonntag, 12.04.2026, 11.00 Uhr, stellt der Heimatverein Morsbach sein neustes Projekt vor, ein neu errichtetes Waldsofa und einen Fotorahmen auf dem Heider Berg. Von dort aus hat der Wanderer einen schönen Panoramablick auf den Ort Morsbach und das Wisserbachtal. Die Gemeinde Morsbach als Grundstückseigentümerin hat dem Heimatverein die Erlaubnis für die Errichtung der zwei neuen Freizeiteinrichtungen erteilt, die am 1. Mai auch Etappenziel der traditionellen Familienwanderung des Vereins sein werden. Da es am Heider Berg keine Park- und Wendemöglichkeiten gibt, wird darum gebeten, nur zu Fuß den neuen Aussichtspunkt zu erreichen. (CB-30.03.26)

    Dirk Fassbender ist neuer Vorsitzender des Heimatvereins Morsbach

    Fachvortrag von Dr. Ralf Liptau über die Hängeseilbrücke

    Während der jüngsten Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Morsbach im Kulturbahnhof gab es einen Wechsel im Vorsitz. Der 45-jährige Florist Dirk Fassbender wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt, der bisherige Vorsitzende Werner Schuh zum Ehrenvorsitzenden. 20 Jahre lang stand Schuh dem Traditionsverein vor und wird auch künftig Sonderaufgaben übernehmen. Sein Stellvertreter Ludger Rosenthal lobte Schuhs großes Engagement und überreichte ihm als Dankeschön einen Präsentkorb.

    Zu Beginn der Versammlung ließ Werner Schuh noch als Vorsitzender die Aktivitäten des Heimatvereins im Jahr 2025 Revue passieren. Insbesondere verwies er auf die Familienwanderung am 1. Mai und die gelungenen Aufführungen der Theatergruppe mit dem Schwank „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“. Auch hat der Verein dafür gesorgt, dass in einer Vitrine ein Bahnhofmodell ausgestellt wird.

    Nachdem Ludger Rosenthal einen sehr zufriedenstellenden Kassenbericht vorgetragen hatte, beantragten die Kassenprüfer Niko Kraft und Peter Wagener die Entlastung des Vorstandes, die auch prompt folgte.

    Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden folgende Personen gewählt: 1. Vorsitzender Dirk Fassbender, Stellvertreter und Kassierer Ludger Rosenthal, Schriftführerin Marianne Rosenthal, Beisitzer Roland Bantel, Christoph Buchen, Frank Fassbender, Sebastian Hoberg, Dirk Kamieth, Horst-Jürgen Kaufmann, Birgit Leidig, Jens Mauelshagen, Marlies Roth, Irina Stricker, Peter Weiß und Ehrenvorsitzender Werner Schuh. Zu Kassenprüfern wurden Niko Kraft und Michael Ebach gewählt.

    Der neue Vorsitzende betonte in seiner Antrittsrede, dass er auch gerne die jüngere Generation und Neubürger für die Mitwirkung im Heimatverein ansprechen würde. Er kündigte die geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten für das Jahr 2026 an. Danach weiht der Heimatverein am 12. April zwei neue Freizeiteinrichtungen auf dem Heider Berg ein, eine Waldsofa und einen Fotorahmen. Am 1. Mai findet wieder die traditionelle Familienwanderung statt. Die Theatergruppe „Vürhang op“ spielt Anfang Mai sechs Mal ihren neuen Schwank „Hände hoch, wie sch(l)iessen“. Hierfür gibt es noch Restkarten. Am 24. Oktober startet wieder der Große Müeschbejer Oowend im Gertrudisheim. Die Einweihung des neuen Sonnensegels im Kurpark soll noch im Frühjahr stattfinden.

    Gespannt war die Versammlung auf den Wissenschaftlichen Referenten des LVR-Amtes für Denkmalschutz im Rheinland Dr. Ralf Liptau und seinen Vortrag „Hängen lassen! Zum kulturellen Wert des Morsbacher Denkmals Hängebrücke“. Dr. Liptau war im vergangenen Jahr maßgeblich an der Unterschutzstellung der Brücke beteiligt. Der Vorstand erläuterte vorweg, dass der Heimatverein seit vier Jahren bemüht ist, die derzeit gesperrte Brücke wieder verkehrssicher sanieren zu lassen.

    Dr. Liptau hob die Bedeutung und den kulturellen Wert der Hängeseilbrücke hervor. Sie sei als letztes erhaltenes Objekt bedeutend, weil sie von einem frühen Strukturwandel im Bergischen Land zeugt und damit von einer Art Neuerfindung der Region seit den 1920er Jahren als Wander- und Freizeitgebiet. Sie sei darüber hinaus Bestandteil einer allgemeinen Brückengeschichte und einerseits eingebettet in eine allgemeine Konstruktionsgeschichte des Hängebrückenbaus, andererseits in eine Geschichte der Landschaftsverschönerung und -inszenierung durch Kleinbrücken.

    An ihrer Erhaltung und Nutzung bestünde ein allgemeines Interesse unter anderem wegen volkskundlicher oder städtebaulicher Bedeutung. „Ihre besondere historische Bedeutung ist nachweisbar und hebt das Denkmal aus der Masse des Beliebigen hervor. Sie prägte den Alltag einerseits der Menschen in Morsbach und andererseits der nun in die Region reisenden Gäste.“, stellte Experte Dr. Liptau fest und betonte: „Die Brücke ist nicht nur sprechendes Zeugnis für die lokalen Umwälzungen im Nachgang des lokalen Bergbaus, sondern auch Zeugnis für ein gestiegenes Freizeit- und Erholungsbedürfnis. Sie ist damit Relikt zweier Entwicklungen, die für das spätere 20. Jahrhundert und bis in die Gegenwart hinein bedeutend sein sollten.“

    Bisher sei ihm kein vergleichbares Bauwerk aus der Zeitstellung des frühen 20. Jahrhunderts im Rheinland bekannt oder als Denkmal geschützt. Ausführlich schilderte Dr. Liptau den Unterschutzstellungsprozess von Baudenkmälern im Allgemeinen und im Besonderen in der Gemeinde Morsbach seit den 1980er Jahren.

    Als Dank für seinen Fachvortrag überreichte ihm Vorsitzender Dirk Fassbender den Bildband „Alt Morsbach“ und einen Präsentkorb. Der Heimatverein wird sich jetzt mit der Gemeinde als Eigentümerin zusammensetzen und überlegen, wie die Brücke wieder saniert werden kann.

    Das Schlusswort hatte der neue Bürgermeister Jan Schumacher. Er bot dem Heimatverein eine enge Zusammenarbeit an und appellierte, gemeinsam das Heimatgefühl zu stärken und Morsbach weiter lebenswerter zu gestalten. Er setzt unter anderem auf starke Vereine, einen wachsenden Tourismus und eine positive Neugestaltung des restlichen Bahnhofareals. (CB-26.03.26)

    Der neue und alte Vorsitzende des Heimatvereins Morsbach Dirk Fassbender (l.) und Werner Schuh (r.) sowie Brückenexperte Dr. Ralf Liptau (Mitte) vom Landschaftsverband. Fotos: Christoph Buchen