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    „Großer Preis der Republik“ am 21. Juli 2024

    Grand-Prix-Spektakel beim traditionellen Morsbacher Schubkarrenrennen
    In der Ortsmitte der „Republik“ Morsbach wird am Sonntag, 21. Juli 2024 ab 16.00 Uhr wieder ein einzigartiges Grand-Prix-Rennspektakel geboten. Beim diesjährigen traditionellen Morsbacher Schubkarrenrennen jagen die mit rein durch Muskelkraft angetriebenen Boliden wieder rund um das Motodrom am Kreisel der Südkreismetropole um die Wette.

    Das aufsehenerregende Event, das seit 1998 alljährlich vom Heimatverein Morsbach ausgerichtet wird, erfreut Jung und Alt aus Nah und Fern immer wieder aufs Neue. Für beste Unterhaltung ist gesorgt, wenn sich die tollkühnen Piloten mit ihren Gespannen donnernd auf die Rennstrecke stürzen und die Zuschauer die vorbeiflitzenden spektakulären Gefährte lauthals anfeuern.

    Der Start- und Zielbereich des „Großen Preises von Morsbach“ befindet sich in der Waldbröler Straße in Höhe der Bäckerei Rosenbaum, wo sich auch das Fahrerlager für die Teams und ihre Rennkarren befindet. Dort erfolgt dann auch die Anmeldung und Festlegung der Startplätze für alle Teilnehmer, sowie ein Interview mit kurzem Fotoshooting.

    Wenn es dann heißt „Auf die Plätze, fertig, los!“ geht es von dort aus auf die Strecke, die Waldbröler Straße hinunter zum Verkehrskreisel, über die Bahnhofstraße bis hin zum Wendepunkt „Am Prinzen Heinrich“ und dann wieder zurück zum Kreisel sowie in die Waldbröler Straße hinein zur Zieleinfahrt.

    Auf der Wegstrecke wird neben Hindernissen und unvorhergesehenen Überraschungen auch wieder die Freiwillige Feuerwehr mit ihren berüchtigten Schikanen „Schaumteppich und Wasserwand“ bereitstehen, um für reichlich Abkühlung zu sorgen.

    Der Heimatverein stellt diese Veranstaltung im Jahr von Olympia unter das Motto: „Rennen ohne Schnörkel mit bereitgestellten Schubkarren. Dabei sein ist alles!“, womit für Kurzentschlossene auch am Renntag noch eine spontane Teilnahme ermöglicht werden soll. Kinder sind selbstverständlich ebenfalls zum Mitmachen eingeladen. Bei ausreichender Teilnehmerzahl wird dazu eine eigene Rennklasse „Müeschbejer Pänz“ eingerichtet.

    Ein weiteres Highlight ist die offene Rennklasse. Hier sind wie immer der Kreativität und Fantasie der einzelnen Teilnehmer keine Grenzen gesetzt, Hauptsache die „Rennsemmel“ Marke Eigenbau wird ausschließlich mit Muskelkraft fortbewegt.

    Die Siegerehrung der einzelnen Rennklassen findet im Anschluss an das Rennen im Rahmen des Open-Air-Konzertes auf dem Platz vor dem Rathaus statt. Den Gewinnern winken, wie immer attraktive Preise. Danach wird zusammen kräftig gefeiert. Der Heimatverein bittet alle Interessierten in und um Morsbach wieder um eine rege Beteiligung.

    Die Möglichkeit zur Teilnahme besteht bereits mit zwei oder mehreren Teilnehmern. Insbesondere weisen die Organisatoren darauf hin, dass die Teilnahme an dieser Sause eine tolle Gelegenheit bietet das Miteinander zu fördern, insbesondere für Vereine, Gruppierungen, Dorfgemeinschaften, Kegelclubs oder Belegschaften von Büros und Verwaltungen. Dabei sein ist alles!

    Verkehrsregelnde Maßnahmen

    Wegen des Schubkarrenrennens besteht am Sonntag, 21. Juli 2024 von 13.00 bis 19.30 Uhr ein absolutes Halteverbot auf dem Parkstreifen an der Waldbröler Straße (von der Gertrudis-Apotheke bis zum Geschäft Moll). Für das Rennen sind die Waldbröler Straße (ab Einmündung Heinrich-Halberstadt-Weg abwärts), der Verkehrskreisel, die Krottorfer Straße (ab Einmündung Bachstraße bis Kreisel) und die Bahnhofstraße (bis Ecke Hahner Straße) von 13.00 bis 19.30 Uhr gesperrt.

    Die Umleitung von Reichshof/Waldbröl in Richtung Wissen und umgekehrt erfolgt über den Hemmerholzer Weg, Zum Goldenen Acker und die Hahner Straße. Die Umleitung von Friesenhagen in Richtung Reichshof/Waldbröl erfolgt über die Kirchstraße und den Heinrich-Halberstadt-Weg und umgekehrt.

    Anmeldungen nehmen ab sofort Sebastian Hoberg (Tel. 02294/992126, mail: sebastianhoberg@t-online.de) oder Peter Weiß (Tel. 02294/476, mail: privat@moebel-becher.de) entgegen. (DK/CB-18.05.24)

    Archivfoto: C. Buchen

    1.Mai: Familienwanderung mit dem Heimatverein Morsbach

    Seit 1998 führt der Heimatverein Morsbach jeweils am 1. Mai eine Familienwanderung mit stets großer Beteiligung durch. Am 1. Mai 2024 heißt es wieder: Wir wandern mit dem Heimatverein. Alle heimat- und naturkundlich interessierten Familien und Einzelwanderer sind hierzu herzlich eingeladen.

    Treffpunkt ist wieder um 10.00 Uhr am Eingang des Kurparks. Von dort aus geht es über eine Kinderwagen freundliche Strecke und einen Teil des Baumwegs über Niederdorf und Siedenberg nach Strick. Ab Strick bietet die Dorfgemeinschaft verschiedene kurze und lange Wandertouren für Alt und Jung an.

    In Strick besteht außerdem die Möglichkeit das Heimatmuseum der Familie Stinner zu besichtigen. Über Mittag findet dort auch eine Bewirtung statt, und die Wanderer können den Tag bei Speis und Trank gemütlich ausklingen lassen.

    Von Strick aus muss jeder selbst den Heimweg bzw. die Heimfahrt organisieren. Gegebenenfalls können Fahrgemeinschaften gebildet werden.

    Wandertag in Strick

    Am 1. Mai 2024 lädt die Dorfgemeinschaft Strick zum Maiwandern ein. Ab 10.30 Uhr können unter dem Motto „Wandern, Entdecken und Genießen“ ausgewählte Wanderwege rund um Strick bei Morsbach erkundet werden.

    Aus fünf Rundwanderwegen können die Wanderer von der kurzen, kinderwagenfreundlichen Strecke bis hin zur sportlicheren Wandertour wählen. Jung und Alt sind dabei herzlich willkommen. Auch der Heimatverein Morsbach wird mit seiner Wandergruppe dort hinzustoßen (siehe oben).

    Vor oder nach der Wanderung gibt es Bratwurst, Waffeln, Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränke zur Stärkung. Es besteht ebenfalls die Gelegenheit, das Heimatmuseum der Familie Stinner in Strick zu besichtigen.

    Kontaktdaten: Email dorfgemeinschaft.strick@gmail.com. Adresse fürs Navi: Blumenstraße 16, 51597 Morsbach. Eine Anmeldung nicht erforderlich.

    (CB-27.03.24)

    Archivfoto: Christoph Buchen

    Heimatverein Morsbach: Werner Schuh wieder Vorsitzender

    Fachbereichsleiter Benjamin Schneider stellte Pläne vor

    Während der jüngsten Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Morsbach im Kulturbahnhof wurde Werner Schuh erneut zum Vorsitzenden gewählt. Seit 2006 steht er jetzt dem Traditionsverein vor, kündigte aber an, dass er bei der nächsten Wahl nicht wieder kandidieren möchte.

    Zu Beginn der gut besuchten Versammlung ließ Schuh die Aktivitäten des Heimatvereins im letzten Jahr Revue passieren. Insbesondere verwies er auf die Familienwanderung am 1. Mai 2023 und die gelungenen Aufführung der Theatergruppe mit dem Schwank „Currywurst trifft Kaviar“. Leider musste das Schubkarrenrennen wegen Starkregen und Sturm kurzfristig abgesagt werden.

    Nachdem Ludger Rosenthal einen sehr zufriedenstellenden Kassenbericht vorgetragen hatte, beantragten die Kassenprüfer Nikolaus Kraft und Peter Wagener die Entlastung des Vorstandes, die auch prompt folgte.

    Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden folgende Personen gewählt: 1. Vorsitzender Werner Schuh, Stellvertreter und Kassierer Ludger Rosenthal, Schriftführerin Marianne Rosenthal, Beisitzer Roland Bantel, Christoph Buchen, Sebastian Hoberg, Klaus Jung, Dirk Kamieth, Horst-Jürgen Kaufmann, Birgit Leidig, Stefan Leidig, Jens Mauelshagen, Marlies Roth und Peter Weiß. Die Kassenprüfer wurden wiedergewählt.

    Vorsitzender Werner Schuh trug die geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten für das Jahr 2024 vor. Danach findet am 1. Mai wieder die traditionelle Familienwanderung statt. Am 21. Juli startet das Schubkarrenrennen und am 5. Oktober der Große Müeschbejer Oowend.

    Für die Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins hielt Dirk Kamieth einen Rückblick auf die vergangene Theatersaison und kündigte an, dass für Mai 2025 ein neuer Schwank einstudiert wird. Die Theatergruppe sucht noch neue Schauspieler, einen Probenraum und einen Raum für die Lagerung der Requisiten.

    Zu der Frage, was aus der gesperrten Hängebrücke wird, gab Vorstandsmitglied Klaus Jung einen kurzen Lagebericht. Danach ist der Heimatverein bemüht, die Brücke zu erhalten und wieder verkehrssicher herrichten zu lassen. Zu dem Ausgang der Bemühungen konnte Jung aber noch nichts Konkretes sagen.

    Für die Anwesenden von großem Interesse waren auch die Pläne zur Bebauung des östlichen Bahngeländes oberhalb des Bahnhofgebäudes. Benjamin Schneider, Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Morsbach, erläuterte anhand einer anschaulichen Bilderpräsentation die geplante Umnutzung des Geländes und die dortigen Bauvorhaben.

    Das Bahngelände befand sich jahrelang in einem unschönen, verwilderten Zustand, bis die Gemeinde Morsbach das Areal 2016 erwarb. Im Rahmen des integrierten Handlungskonzepts wurde das Bahngelände danach einer städtebaulichen Entwicklung zugeführt. Dazu mussten viele Behörden und Stellen ihr Einverständnis erteilen, stand doch das Terrain und der Bahnhof unter Denkmalschutz, und die Betriebsgenehmigung für die Rhein-Sieg-Eisenbahn ist noch bis zum Jahr 2058 gültig.

    Zahlreiche Gutachten, insbesondere ein Gutachten über die Bodenbelastung, mussten eingeholt und alte Gewerbehallen abgerissen werden. Ein städtebaulicher Vertrag wurde 2020 abgeschlossen. Danach galt es, einen Investor für den östlichen Bereich oberhalb des Bahnhofgebäudes zu finden, das Einzelhandelskonzept für den Ort Morsbach anzupassen und in den Jahren 2021 und 2022 Fördergelder zu beantragen.

    Trotz schwieriger Investorensuche steht, nach Aussagen von Benjamin Schneider, die Gemeinde jetzt kurz vor dem Vertragsabschluss mit dem Investor Procom aus Hamburg. Dieser plant in vier Gebäuden insgesamt 60 Wohneinheiten, Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie. 130 Parkplätze, Fahrradstellplätze und eine Tiefgarage sorgen für genügend Parkraum.

    Die Gebäude werden mit Photovoltaik, Luft-Wasser-Wärmepumpe, Stromspeicher, Dachgärten, Dach- und Fassadenbegrünung und mit teilweise pastellfarbener Holzverschalung oder Klinkerverblendung versehen. Kinderspielflächen und intensiv begrünte Parkflächen runden das Terrain ab. Der Fachbereichsleiter hofft, dass die Maßnahmen der Umnutzung des Bahngeländes jetzt zügig voran schreiten. (CB-24.03.24)

    Noch sieht das ehemalige Bahnareal östlich des Kulturbahnhofs recht wüst aus. Doch bald sollen dort neue Gebäude entstehen. Foto: Christoph Buchen

    Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Morsbach e.V.

    Der Heimatverein Morsbach e.V. lädt alle Mitglieder zur Jahreshauptversammlung 2024 am Montag, den 11. März 2024, 19.00 Uhr, in den Kulturbahnhof in Morsbach, Bahnhofstraße, ein. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgende Punkte:

    Rechenschaftsbericht des Vorstandes für 2023, Bericht des Kassierers und der Kassenprüfer, Entlastung des Kassierers und des Vorstandes, Vorstandsneuwahlen, geplante Veranstaltungen und Aktivitäten 2024 und Bericht der Theatergruppe. Zum Schluss stellt der Fachbereichs- und Baumamtsleiter der Gemeinde Morsbach, Benjamin Schneider, die geplante Bebauung des ehemaligen Bahnhofgeländes östlich des Kulturbahnhofs vor.

    Heimatverein Morsbach: „Wehret den Anfängen!“

    Am 11. Januar 2024 ist durch das Recherche-Netzwerk Correctiv bundesweit bekannt geworden, dass Rechtsextremisten im November 2023 bei einem Geheimtreffen in Potsdam Pläne zur Vertreibung  unter anderem von Menschen mit Migrationshintergrund und auch von deutschen Staatsbürgern erörtert haben. In diesem Zusammenhang soll auch die neue Wortschöpfung „Remigration“, das „Unwort des Jahres 2023“, verwendet worden sein.

    Der Vorstand des Heimatvereins Morsbach e.V. ist entsetzt über den Inhalt dieser Veröffentlichung, die bekannt gewordenen Ideologien und gleichzeitig besorgt, dass durch diese Bestrebungen und Pläne die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, unsere Grundwerte und unser aller Gemeinleben in Frage gestellt und gefährdet werden könnten.

    Mit den bekannt gewordenen Recherchen werden beängstigende Erinnerungen an das Dritte Reich der Nationalsozialisten geweckt. Auch in Morsbach gab es damals Ereignisse, die menschenverachtend waren, wie Zeitzeugen dokumentiert haben.

    Der Heimatverein Morsbach e.V., ruft dazu auf, sich dem rechtsextremen Gedankengut entgegenzustellen, ein Zeichen gegen Rechts zu setzen und fordert: „Wehret den Anfängen! Wir sollten doch aus den schlimmen Ereignissen der Vergangenheit gelernt haben!“

    Der Vorstand des Heimatvereins Morsbach e.V.

    Von trister Eckkneipe zum gehobenen Edellokal

    Theatergruppe Morsbach glänzte mit „Kaviar trifft Currywurst“

    Am 1. Dezember hieß es wieder „Vürhang op“ und die gleichnamige Theatergruppe des Heimatvereins Morsbach präsentierte in der Kulturstätte ihr neustes Stück „Kaviar trifft Currywurst“. Seit April hatte das 1997 gegründete Ensemble den Dreiakter von Winnie Abel einstudiert. Die Darsteller freuten sich auf die turbulent vergnügliche Premiere und weitere fünf Aufführungen, bei denen die Lachmuskeln der Zuschauer aufs Äußerste strapaziert werden sollten. Und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht.

    Die Komödie spielt in der tristen Kneipe „Zum warmen Würstchen“ mit vielen amüsanten Szenen. Bei Erna Wutschke (Hauptrolle für Ingrid Diederich) herrscht Panik. Sie muss innerhalb von 24 Stunden ihre heruntergekommene Eckkneipe in ein Edellokal verwandeln, denn ihr neureicher Cousin Prinz Harry von Anhalt (dargestellt von Horst-Jürgen Kaufmann) hat seinen Besuch angemeldet. Damit er ihr Geld für die Kneipe leiht, hatte Erna ihm vor Jahren erzählt, sie betreibe ein gutlaufendes Restaurant.

    Jetzt muss Erna plötzlich so tun, als sei sie eine Spitzengastronomin. Die ausgeflippten Stammkundinnen Sandy und Mandy (Nicole Selhorst und Dagmar Hombach) müssen in die Rolle feiner Kundinnen schlüpfen, ihre pinken Jogginganzüge gegen „ein kleines Schwarzes“ eintauschen, und haben sichtlich Schwierigkeiten, mit ihren hohen Stöckelschuhen erste wackelige Gehversuche zu machen. Die Kneipenstühle werden mit weißen Bettlaken Hussen-artig „aufgehübscht“. Und die Speisekarte bietet „Lacks im Teichmantel mit gestifteten Kartoffeln“ an.

    Ernas tollpatschiger Lebensgefährte Gerd, genannt „Blümchen“ (glänzend gespielt von Uwe Mauelshagen), jagt als piekfeiner Kellner von einer Katastrophe in die nächste, und Ernas missgünstiger Nachbargastronom Wolfgang Schuster (Dirk Kamieth) setzt ihr Kakerlaken im Lokal aus.

    Was folgt ist ein lustiges Verwechslungsspiel, bei dem einiges schief läuft. Auch die Dialoge sind köstlich. So füllt Gerd den Bürgermeister mit Schnaps ab, worauf dessen Mutter feststellt: „Du bist ja hackedicht!“. Prompt kommt vom Sohn retour: „Aber Goethe war Dichter“.

    Mit vielen Ausflüchten scheint es Erna trotzdem zu gelingen, ihren Cousin von dem „Edellokal“ zu überzeugen. Doch als dieser dann auch noch die Restauranttesterin Ludmilla von der Steppke (Birgit Leidig) vom Magazin „Der Feinschmecker“ ankündigt, bricht in Ernas vermeintlichem „Edelrestaurant“ das komplette Chaos aus. So nimmt das Stück einen turbulenten Verlauf und findet schließlich doch noch ein fröhliches Ende.

    Mit von der Partie waren auch Carsten Stockburger als arbeitsloser Stammgast Uwe in grellblauem Jogginganzug und Melissa Braun als Heike, genannt „Puppe“, die „Affäre“ von Prinz Harry. Jens Mauelshagen mimte Bürgermeister Dieter Kubowski und Brigitte Kötting spielte Annabell, die Mutter des Bürgermeisters und fragwürdige Modedesignerin. Schließlich war da noch der schweigsame Stammgast Heini (Karl-Josef „Kauert“ Reifenrath), der sich standhaft weigerte, seine Kneipe zu verlassen.

    Die Zuschauer erlebten hervorragend agierende Laiendarsteller. Klasse! Amüsante Wortspielereien, Situationskomik und markige Sprüche, oft in Müeschbejer Platt, wechselten sich bei dem Schwank ab, bei dem Norbert Kötting Regie führte. Für die Bühnengestaltung zeichneten Uwe Mauelshagen, Norbert Kötting, Stefan Schäfer und Karl-Josef Reifenrath verantwortlich, für Maske und Frisuren Marion Klein und Gerda Kleusberg.

    Nachfolgend Szenenfotos aus der Komödie „Kaviar trifft Currywurst“ der Morsbacher Theatergruppe „Vürhang op“, aufgenommen von Christoph Buchen. (CB-04.12.23)

    Vorverkauf für die Theateraufführungen 2023

    Theatergruppe Morsbach „Vürhang op“ serviert neue Komödie

    Kartenvorverkauf am 28. Oktober 2023

    Im Dezember heißt es wieder „Vürhang op“ und die Theatergruppe des Heimatvereins Morsbach wird das neue Stück „Kaviar trifft Currywurst“ in der Kulturstätte präsentieren. Seit April studiert das Ensemble aus der „Republik“ den Dreiakter von Winnie Abel mit großem Eifer und Fleiß ein. Die Darsteller freuen sich schon jetzt riesig auf sechs turbulent vergnügliche Aufführungen, bei denen die Lachmuskeln der Zuschauer garantiert aufs Äußerste strapaziert werden.

    Ein kurzer Einblick:

    Panik bei Erna Wutschke! Sie muss innerhalb von 24 Stunden ihre heruntergekommene Eckkneipe in ein Edel-Lokal verwandeln, denn ihr neureicher Cousin hat seinen Besuch angemeldet. Damit er ihr Geld für die Kneipe leiht, hatte Erna ihm vor Jahren erzählt, sie betreibe ein gutlaufendes Edel-Restaurant. Was sie aber hat, ist eine schlechtlaufende Eckkneipe. Jetzt muss die bodenständige Erna plötzlich so tun, als sei sie eine Spitzengastronomin und der beschaulich triste Kneipenalltag steht auf dem Kopf. Stammkundin Sandy, die sonst in der Kneipe ihren Frühschoppen einnimmt, muss in die Rolle der feinen Kundin schlüpfen, Ernas tollpatschiger Lebensgefährte jagt als piekfeiner Kellner von einer Katastrophe in die nächste, der schweigsame Stammgast Heini weigert sich standhaft, seine Kneipe zu verlassen und Ernas missgünstiger Nachbargastronom setzt ihr Ungeziefer im Lokal aus. Was folgt, ist ein rasend lustiges Verwechslungsspiel, bei dem schief läuft, was nur schief laufen kann. Mit vielen Ideen und Ausflüchten scheint es Erna trotzdem zu gelingen, ihren Cousin von dem „Edel-Lokal“ zu überzeugen. Doch als dieser dann auch noch eine Testerin vom Magazin „Der Feinschmecker“ ankündigt, bricht in Ernas vermeintlichem Edel-Restaurant das komplette Chaos aus.

    Karten für die Theateraufführungen zum Preis von 12,00 Euro pro Karte können im Vorverkauf im Bistro „Alt Morsbach“, Burgstr. 4 in Morsbach erworben werden. Der Vorverkauf wird am Samstag, 28.10.2023 ab 15.00 Uhr unter Regie des Heimatvereins durchgeführt. Das Bistro ist dafür an diesem Tag ab 13.00 Uhr geöffnet.

    Die Premiere findet am Freitag 01.12.2023, 19.00 Uhr in der Kulturstätte Morsbach, Hahner Straße, statt. Weitere Aufführungstermine des Theaterstücks:

    Samstag 02.12.2023, 16.00 Uhr, Sonntag 03.12.2023, 16.00 Uhr, Donnerstag 07.12.2023, 19.00 Uhr, Freitag 08.12.2023, 19.00 Uhr und Samstag 09.12.2023, 16.00 Uhr.

    Der Einlass in die Kulturstätte erfolgt 1 Stunde vor der jeweiligen Aufführung.

    Nochmal der Hinweis auf die geänderten Spielzeiten 16.00 Uhr der beiden Samstag-Vorstellungen am 02. und 09. Dezember! Nach den Aufführungen lädt die Theatergruppe alle Zuschauer und Theaterfreunde noch recht herzlich zum gemütlichen Verweilen im Foyer der Kulturstätte ein. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

    Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass auf Grund der hohen Nachfrage lediglich der Verkauf von maximal 8 Eintrittskarten pro Person erfolgt. Restkarten können ggf. ab 30.10.2023 noch im Buchladen „Lesebuch“, Bahnhofstr. 8, in Morsbach erworben werden. (DK/CB-24.09.23)

    Archivfoto Christoph Buchen (2022)

    Kein Schubkarrenrennen mehr im Jahr 2023

    Heimatverein hat erfolglos einen Ersatztermin gesucht

    Das Schubkarrenrennen 2023 kann trotz intensiver Bemühungen nicht mehr nachgeholt werden. Dies ist das Ergebnis von Beratungen der Veranstalter. Sowohl der „Große Preis von Morsbach“, Ausrichter ist der Heimatverein Morsbach, als auch das Open-Air-Konzert auf dem Milly-la-Forêt-Platz, das vom Gemeindekulturverband organisiert wird, mussten am 06.08.2023 wegen einer amtlichen Unwetterwarnung, Dauerregens und Sturmböen abgesagt werden.

    Die Verantwortlichen hatten zunächst die spontane Idee, beide Veranstaltungen kurzfristig an dem darauffolgenden Samstagnachmittag noch vor Beginn der „Langen Nacht der Republik“ nachzuholen, aber aus organisatorischen Gründen musste dies wieder verworfen werden.

    Beide Veranstaltungen, Schubkarrenrennen und Open-Air-Konzert, finden stets gemeinsam an einem Sonntag statt, weil eine notwendige Straßensperrung an einem frühen Samstagnachmittag in der Ortsmitte von Morsbach nicht möglich ist.

    Die beiden Veranstalter haben aber auch festgestellt, dass alle folgenden Sonntage in der Gemeinde Morsbach bereits mit Veranstaltungen belegt sind, so zum Beispiel mit dem Erntedankzug in Lichtenberg, dem Trödelmarkt am Kulturbahnhof oder einer Kunstausstellung in Volperhausen. In den Herbstferien sind zudem viele Teilnehmer und Veranstaltungshelfer in Urlaub.

    „Der Wille der Veranstalter zur Nachholung des Schubkarrenrennens war absolut vorhanden. Wir wollten den fleißigen Teilnehmern, die aufwändige Gefährte für das Rennen gebaut hatten, noch eine Chance zu geben, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.“, betonte Werner Schuh, Vorsitzender des Heimatvereins. Und er bedauerte: „Ohne einen passenden Termin, Teilnehmer und Publikum wäre eine Planung zum Scheitern verurteilt gewesen.“

    Schuh bittet dafür um Verständnis und vertröstet auf das kommende Jahr. „Wir werden 2024 auf jeden Fall wieder in gewohnter Weise in Verbindung mit der Konzertreihe des Gemeindekulturverbandes ein traditionelles Schubkarrenrennen organisieren und hoffen dann erneut auf rege Teilnahme.“ (CB-09.08.23)

    Für das ausgefallene Schubkarrenrennen konnte im Jahr 2023 kein Ersatztermin mehr gefunden werden. Archivfoto: Christoph Buchen

    Sauerländer reiste vergebens mit Schubkarre an

    „Großer Preis von Morsbach“ fiel Wetterkapriolen zum Opfer

    Da staunte Reinhard Kaldeich aus dem sauerländischen Werdohl nicht schlecht, als er am 06.08.2023 den leeren Verkehrskreisel in der Ortsmitte von Morsbach sah. Eigentlich wollte der 65-jährige Rentner mit seiner geschmückten Schubkarre an dem „Großen Preis von Morsbach“ teilnehmen, aber Heimatverein und Gemeindekulturverband hatten sowohl das Schubkarrenrennen im „Motodrom“ von Morsbach, als auch das Konzert „Samstags in Morsbach“ auf dem Milly-la-Forêt-Platz kurzfristig wegen einer Unwetterwarnung, Dauerregen und Sturm abgesagt.

    Reinhard Kaldeich war zwar etwas enttäuscht darüber, hatte er doch eine 70 km lange Anreise auf sich genommen, um an dem Morsbacher Sommerspektakel teilzunehmen. Aber als Feuerwehrmann hatte er auch Verständnis für die Absage durch die Veranstalter. „Sicherheit geht vor“, meinte er.

    Im Werdohler Ortsteil Kleinhammer organisiert Kaldeich jedes Jahr beim Dorffest ein Schubkarrentreffen. Dann kommen 15 bis 20 Teilnehmer aus benachbarten Ortschaften mit geschmückten und aufwändig hergerichteten Schubkarren zusammen, um sich einer Jury zu stellen. Wer die schönste Schubkarre besitzt, mit Blumen geschmückt, als Feuerwehrauto oder einem Liegestuhl hergerichtet, erhält einen Preis. Wie in Morsbach sind da der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ein Wettrennen findet aber in Kleinhammer nicht statt.

    Reinhard Kaldeich hatte von dem traditionellen Schubkarrenrennen in Morsbach aus der Presse erfahren und sein Gefährt mit den verkleinerten Wappen und Ortsschildern geschmückt. „Werdohl-Kleinhammer grüßt Morsbach“ lautete die Botschaft.

    „Wenn das Schubkarrenrennen nachgeholt wird, komme ich wieder nach Morsbach“, versprach der Sauerländer dem Vorsitzenden des Heimatvereins Morsbach Werner Schuh. (CB-08.08.23)

    Reinhard Kaldeich war eigens aus dem sauerländischen Werdohl angereist, um mit seiner geschmückten Schubkarre an dem „Großen Preis von Morsbach“ teilzunehmen. Foto: Christoph Buchen